Stihl-Chef Dr. Bertram Kandziora in der Produktion des Unternehmens. Quelle: Stihl
Stihl-Chef Dr. Bertram Kandziora ist optimistisch für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2021. Quelle: Stihl

Industrie

15. September 2021 | Teilen auf:

Angespannte Liefersituation bei Stihl

Der Gartengerätespezialist kämpft wie viele produzierende Unternehmen aktuell mit der Rohstoffkrise und pandemiebedingten Störungen in den globalen Lieferketten. Dennoch setzt Stihl seinen Wachstumskurs fort.

Für den Zeitraum von Januar bis August 2021 meldet Stihl konzernweit Umsatzerlöse in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Wir liegen bei Absatz und Umsatz aller Produktgruppen deutlich über den Vorjahreswerten und über Plan. Das hohe Engagement, die Flexibilität unserer Belegschaft und eine vorausschauende Planung in Produktion, Vertrieb und Logistik haben dies ermöglicht – obwohl Rohstoffknappheit, fehlende Produktionskapazitäten bei Lieferanten und bei Stihl sowie begrenzte Transportkapazitäten zu erheblichen Störungen in den Lieferketten geführt haben. Ohne diese Engpässe hätten wir noch mehr Produkte produzieren und verkaufen können“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Kandziora die aktuellen Zahlen.

Stihl verzeichne Absatzwachstum auf allen Kontinenten: „Auch in diesem Jahr beobachten wir einen starken Trend hin zu Akku-Geräten. Erfreulich ist, dass wir bei Produkten mit Benzin- und Elektroantrieb ebenfalls ein Absatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich verzeichnen können. Diese Entwicklung zeigt: Stihl ist nach wie vor stark im Benzin-Segment, entwickelt sich aber zunehmend auch zu einem starken Player im Akku-Markt.“

Rückstände sollen aufgeholt werden

Im deutschen Markt befördert der Cocooning-Effekt eine anhaltend starke Nachfrage nach Produkten für Haus und Garten. Allerdings sei auch in Deutschland die Liefersituation durch hohe Produktnachfrage, Engpässe bei der Versorgung mit Rohstoffen und Komponenten sowie knappe Frachtkapazitäten weiterhin angespannt, weshalb Fachhandelspartner und Kunden zum Teil auf bestellte Produkte warten müssten, so Stihl.

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist Kandziora optimistisch und hofft, Rückstände in einzelnen Märkten aufholen zu können: „Unsere Produkte werden weiterhin stark nachgefragt. Wir produzieren weltweit auf hohem Niveau, um unsere Kunden beliefern zu können.“