Ein Balkendiagramm, das die Zufriedenheit in verschiedenen Ländern im Jahr 2023 vergleicht, mit Österreich an der Spitze.
Deutsche Hersteller konzentrieren sich vermehrt auf stabile, gut erreichbare Zielmärkte innerhalb Europas. (Quelle: Heinze)

Branche 2025-08-11T22:00:00Z Auslandsgeschäft verliert für deutsche Bauprodukthersteller an Bedeutung

Das Exportgeschäft deutscher Bauprodukthersteller gerät unter Druck, wie eine Erhebung der Heinze Marktforschung im Rahmen des 27. Baukonjunktur-Klimas zeigt.

Demnach ist der Exportanteil am Jahresumsatz der Hersteller von Bau-, Einrichtungs- und Ausstattungsprodukten in den letzten Jahren spürbar zurückgegangen – von 34,3 Prozent im Jahr 2019 auf nur noch 23,6 Prozent im Jahr 2025. Parallel dazu habe sich auch die Einschätzung der Relevanz verändert: Nur noch 29 Prozent der Unternehmen halten das Auslandsgeschäft aktuell für sehr wichtig, heißt es in einer Mitteilung von Heinze.

Eine weitere Erkenntnis der Untersuchung ist, dass sich das Exportgeschäft geografisch verschiebt. Während der Absatz in Märkten wie Russland (-38 Prozent) oder Großbritannien (-17 Prozent) deutlich zurückging, konzentrieren sich deutsche Hersteller laut Heinze vermehrt auf stabile, gut erreichbare Zielmärkte innerhalb Europas. An der Spitze der Exportländer stehen der Mitteilung zufolg weiterhin Österreich, die Schweiz sowie die Benelux-Staaten.

Auch wenn der durchschnittliche Exportanteil rückläufig sei, bleibe der europäische Raum das zentrale Exportziel. „Der europäische Binnenmarkt bleibt das Rückgrat des Auslandsgeschäfts deutscher Bauprodukthersteller“, so Thomas Wagner, Leiter der Heinze Marktforschung.

zuletzt editiert am 11. August 2025
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