Zum zehnten Mal kooperiert Bauhaus mit dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ und vergibt den Social Design Award an Projekte, die sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. Unter dem Motto „Wir füreinander!“ wurden Projekte gesucht, die unsere Gemeinschaft stärken. Vergeben wurde ein Jury- und ein Publikumspreis, die mit je 2.500 Euro dotiert sind sowie ein Sonderpreis von Bauhaus in Höhe von 1.000 Euro.
In diesem Jahr gingen laut Unternehmensangaben im Rahmen der Award-Ausschreibung rund 150 internationale Einsendungen ein. Daraus wurden von einer fünfköpfigen Jury zehn Projekte ausgewählt. Auf der Website des Nachrichtenmagazins konnten die Leser für ihr Lieblingsprojekt voten. Am 06. November wurden die drei Gewinner des Social Design Awards 2023 in Hamburg bekannt gegeben.
Solidarität und Gemeinschaft im Fokus
Die drei Gewinner haben eines gemeinsam: Sie setzen sich für eine soziale Gemeinschaft ein, in der auch die Schwächsten gestärkt werden. So ging der Publikumspreis dieses Jahr an das Projekt „Stille Stunde“. Der „gemeinsam.zusammen e.V.” engagiert sich mit dieser Initiative für Menschen, die sensibel auf Reizüberflutungen, zum Beispiel laute Geräusche, grelles Licht oder viele Menschen, reagieren. Die Idee der Stillen Stunde stammt ursprünglich von einer neuseeländischen Supermarktangestellten, die Mutter eines autistischen Sohnes ist. Sie setzte sich für eine Stunde Einkaufen ohne Musik, ohne Durchsagen und ohne grelles Licht ein, um ihrem Sohn den Alltag zu erleichtern.
„Kiosk of Solidarity“ erhält Jurypreis
Der Jurypreis ging an den „Kiosk of Solidarity“, der einfach im öffentlichen Raum aufgestellt wird. Studierende der Initiatorengruppe „Transforming Solidarities“ der TU Berlin haben ihn als Wissensarchiv und zum Einladen und Mitgestalten einer gemeinsamen Zukunft gebaut. Der mobile Ausstellungsraum kann von solidarischen Initiativen gemietet werden, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.
Bauhaus Sonderpreis: Mit „Ciao Bella“ gemeinsam Kochen
Essen verbindet. Daran glauben auch die Erfinderinnen von Ciao Bella. „Bella“ ist eine mobile Fahrradküche, die überall dort aufgestellt werden kann, wo sie gebraucht wird. Bereits in Köln, Berlin und München, in Parks, auf Äckern oder mitten in der Innenstadt war sie im Einsatz. Die Intention dahinter ist, Menschen zusammenzubringen, die sich sonst vielleicht nie kennengelernt hätten. Die Küche kann flexibel eingesetzt werden und dient dazu, den Zugang zu regional hergestellten, gesunden Lebensmitteln zu ermöglichen und Wissen über nachhaltige Ernährung und regenerative Landwirtschaft zu vermitteln.
„Der Social Design Award macht auch kleine, soziale Projekte sichtbar und sorgt dafür, dass diese nicht übersehen werden. Es ist eine große Ehre für uns, an dieser Initiative beteiligt zu sein. Wir haben viele spannende Projekte kennengelernt, die sich für soziale Gerechtigkeit, eine solidarische Gemeinschaft und Nachhaltigkeit einsetzen“, sagt Robert Köhler, Leiter Marketingkommunikation bei Bauhaus und Teil der Jury.
