MAU Bartsch 2018
Dr. Ralf Bartsch: „Die meisten Unternehmen haben von der sehr früh einsetzenden Gartensaison und dem heißen Frühsommer profitieren können.“ (Quelle: MAU)

Handel 2019-11-18T00:00:00Z Baumärkte in Deutschland und Österreich mit Umsatzplus

Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) hat die Branchenzahlen für die ersten drei Quartale 2019 bekannt gegeben. Demnach verzeichneten die Baumärkte in Deutschland und Österreich ein Umsatzplus, bei den Schweizer Händlern steht die "schwarze Null“.

Wie der BHB heute mitteilt, steht im ersten Dreivierteljahr für die Handelsunternehmen in Deutschland und Österreich steht ein deutliches Umsatzplus von über vier Prozent zu Buche, lediglich für die Bau- und Gartenmärkte in der Schweiz blieb die Kurve doch merklich flacher. Im Detail: Die deutschen Baumärkte erwirtschafteten nach neun Monaten ein Plus von 4,5 Prozent auf insgesamt15,05 Milliarden Euro. Die Märkte in Österreich verbesserten ihren Umsatz sogar um 4,9 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro. Für die Schweiz steht bei einem Umsatz von 2,57 Milliarden Schweizer Franken eine schwarze Null neben der Umsatzkurve.

„Mit dieser mehr als stabilen Entwicklung der Branche in Deutschland und Österreich sind wir sehr zufrieden, die Schweizer Kollegen konnten leider nicht in gleichem Maße an der positiven Entwicklung teilhaben“, so Dr. Ralf Bartsch, Sprecher des BHB-Vorstandes. „Über den bisherigen Jahresverlauf gesehen haben die meisten Unternehmen ganz wesentlich von der sehr früh einsetzenden Gartensaison und dem heißen Frühsommer profitieren können. Umsichtige Order und Bevorratung konnten dabei in entsprechende Mehrumsätze umgemünzt werden“.

Franz-Peter Tepaß, Finanzvorstand des BHB, weist darüber hinaus darauf hin, dass sich 2019 neben den saisonabhängigen Sortimenten auch die angestammten Heimwerkersortimente sehr positiv entwickelt haben. „Neben den Gartensegmenten zeigen besonders unsere Baumarktklassiker sowie alle Produktgruppen rund um das Bauen die beste Entwicklung auf, angeführt von Baustoffen und Holzprodukten“, so Tepaß.

Trends in der Sortimentsbetrachtung

Die Tendenz in der Übersicht der insgesamt 22 im BHB-/GFK-Panel erfassten Sortimente zeigt sich in Deutschland eindeutig positiv. In 20 Warengruppen sind teils kräftige Zuwächse zu verzeichnen. Hier die Sortimente mit den größten Umsatzzuwächsen im Zeitraum Januar bis September 2019:

1. Gartenchemie/ Erden/ Saatgut (+11,8Prozent)

2. Bauchemie/ Baumaterial (+8,1 Prozent)

3. Möbel (+7,8 Prozent)

4. Holz (+7,5 Prozent)

5. Sonstiges (inkl. Services) (+6,0 Prozent)

Dicht dahinter folgen die verschiedenen Gartensortimente, die meist auch noch über fünf Prozent wachsen konnten. Im Dreivierteljahreszeitraum gab es in Deutschland zwei Sortimente, die nicht zulegen konnten: Dies waren interessanterweise der Bereich der Gartenmöbel, der mit -3,3 Prozent überraschend deutlich rückläufig war. Rückgänge mussten die Baumärkte auch im Bereich Wohnen/ Deko hinnehmen. Die Produkte dieses Segments wurden -1,8 Prozent weniger umgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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