Der Umsatz der deutschen Bau- und Heimwerkermärkte ist 2021 im Vorjahresvergleich um 8,2 Prozent auf rund 20,33 Milliarden Euro gesunken. Verglichen mit der Entwicklung vor Ausbruch der Corona-Pandemie zeigt der Trend allerdings nach oben.
Trotz der deutlichen Umsatzverluste im vergangenen Jahr blickt die deutsche Baumarktbranche optimistisch in die Zukunft. Die zuletzt negative Entwicklung führt Franz-Peter Tepaß, Vorstandssprecher des Handelsverbandes Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), vor allem auf externe Einflussfaktoren zurück. „Das stationäre Geschäft in den Baumärkten war bis ins Frühjahr lahmgelegt“, sagte er heute bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Köln.
Neben den Lockdown-Maßnahmen spielte im vergangenen Jahr auch das Wetter nicht mit, sodass die Branche das Geschäftsjahr 2021 mit Umsatzerlösen in Höhe von rund 20,33 Milliarden Euro abgeschlossen hat. Dies entspricht einem Minus von 8,2 Prozent (flächenbereinigt -9,1 Prozent) im Vorjahresvergleich. Verglichen mit dem Vor-Pandemiejahr 2019 (Umsatz: 19,46 Milliarden Euro) ist die Branche allerdings um 4,5 Prozent gewachsen. „Die Entwicklung der vergangenen Jahre spiegelt die gute Verfassung der Branche wider“, sagte Tepaß. Die Nachfrage entwickle sich weiterhin positiv. Ablesbar ist dies an den Branchenumsätzen im Januar, die laut BHB im Vorjahresvergleich um 135 Prozent zulegten. Tepaß: „Die Branche ist mit den ersten zwei Monaten nicht unzufrieden.“ Vergleiche mit dem Vorjahr seien jedoch unseriös, weil die Märkte damals aufgrund des Lockdowns geschlossen waren.
Auf eine belastbare Prognose für das Jahr 2022 verzichtet der BHB aufgrund der nach wie vor unsicheren Corona-Lage sowie der zusätzlichen Belastungen für die Weltwirtschaft infolge des Kriegs in der Ukraine. „Wir wissen heute nicht, welche Auswirkungen der Krieg auf das Verhalten der Konsumenten haben wird“, sagte Tepaß.
