Badezimmer mit viel Stauraum. (Quelle: Pexels/Max Vakhtbovych)

Industrie 2021-07-29T08:44:10.313Z Baumärkte verkaufen viele Badmöbel im Krisenjahr

In den zehn wichtigsten europäischen Märkten wurden 2020 Badmöbel, Spiegelschränke und Lichtspiegel im Wert von rund 2,4 Milliarden Euro verkauft. Das geht aus Daten der Neusser Unternehmensberatung Titze hervor.

76 Prozent des Volumens entfallen auf Badmöbel, 13 Prozent auf Spiegelschränke und 11 Prozent auf Lichtspiegel. Damit steige vor allem der Anteil der Lichtspiegel weiterhin deutlich an, so Titze. Die Berater erwarten eine langfristig positive Entwicklung in der Badrenovierung. Die Untersuchung beschäftigt sich den Märkten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Polen.

In Europa existieren der Analyse zufolge aktuell 417 relevante Anbieter von Badmöbeln, Spiegelschränken und Lichtspiegeln. Die zehn umsatzstärksten Hersteller erreichen 27,6 Prozent des Gesamtvolumens. Auffällig sei die Häufung mit fünf deutschen und drei spanischen Herstellern bei den zehn größten Produzenten Herstellern. Die ersten Plätze sichern sich laut Titze die Firmen Pelipal, Burgbad und Royo.

Im Durchschnitt aller Länder erreicht der Möbel- und Küchenhandel 31,5 Prozent Marktanteil. Es folgen mit weitem Abstand der Bad- und Sanitärhandel mit 21,2 Prozent und die Baumärkte mit 18,6 Prozent. Neben dem Onlinehandel seien es insbesondere die Baumärkte, die 2020 erfolgreich Badmöbel, Spiegelschränke und Lichtspiegel verkauft haben, so die Neusser Unternehmensberater.

Auf dem Vormarsch bleibt mit wachsender Dynamik der Distanzhandel. Vor allem in Großbritannien hat der Distanzhandel schon heute deutlich die Marktführerschaft übernommen. Im Durchschnitt aller Länder kommt er aktuell auf 16,4 Prozent. Tendenz laut Titze deutlich steigend.

zuletzt editiert am 29. Juli 2021
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