Baustelle Quelle: Pixabay
Betrieb auf einer Baustelle in Düsseldorf. Quelle: Pixabay

Branche

09. August 2021 | Teilen auf:

Baustoffkrise entspannt sich leicht

Der Materialengpass auf dem Bau hat sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts geringfügig abgemildert. Lieferprobleme gibt es jedoch nach wie vor unter anderem bei Stahl und Dämmstoffen. Die Preise bleiben vorerst auf einem sehr hohen Niveau.

Im Juli meldeten laut Ifo-Institut 48,8 Prozent der Betriebe auf dem Hochbau, ihre Geschäfte hätten unter Lieferverzögerungen bei Vorprodukten gelitten. Im Juni waren es 50,4 Prozent. Im Tiefbau waren 33,9 Prozent der Betriebe betroffen, nach 40,5 Prozent im Vormonat. „Dadurch steigen die Kosten und das setzt insbesondere die Hochbauunternehmen unter Druck. Hier plant jedes zweite Unternehmen, die Baupreise in den nächsten Monaten zu erhöhen“, sagt Ifo-Experte Felix Leiss. Auch im Tiefbau seien Preisanhebungen geplant, dies jedoch weit seltener.

„Gegenüber dem Vormonat ist eine gewisse Entspannung zu beobachten. Die in den Vormonaten extrem gestiegenen Schnittholzpreise begannen sich zu normalisieren. Dennoch bleiben viele Materialien knapp und damit teuer. Es fehlt an Stahl, synthetischen Dämmmaterialien und anderen Kunststoffprodukten“, so Leiss. „Wir sehen das auch im Großhandel, wo vielerorts über Lieferprobleme geklagt wird. Beim Holz und bei den Baustoffen meldeten 74,4 Prozent der Händler Engpässe. Bei Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke sogar 91,6 Prozent. Das treibt die Preise.“