Bauarbeiter auf einer Baustelle Quelle: Pexels/Tamil Vanan
Trotz Entspannung bleibt die Versorgungslage auf deutschen Baustellen angespannt. Quelle: Pexels/Tamil Vanan

Branche

30. August 2021 | Teilen auf:

Baustoffkrise entspannt sich weiter

Der Materialengpass am Bau ist nicht mehr ganz so schlimm. Im August gaben 42,2 Prozent der Unternehmen im Hochbau an, unter Knappheit zu leiden, im Juli waren es 48,8 Prozent. Auch im Tiefbau entspannte sich die Lage laut Ifo etwas, etwa ein Drittel der Firmen haben noch Probleme.

„Trotz aller Verbesserungen bleibt die Versorgung insgesamt sehr angespannt. Viele Vorprodukte sind weiterhin knapp und teuer, insbesondere Dämmstoffe und Stahl. Eine gewisse Entspannung sehen wir beim Schnittholz, dennoch sind viele Holzprodukte nur schwer zu bekommen“, sagt Ifo-Experte Felix Leiss weiter. „Der Engpass treibt die Baupreise, insbesondere im Hochbau. Viele Unternehmen berichten dort von Preissteigerungen. Beinahe jede zweite Firma im Hochbau plant zudem bald weitere Erhöhungen. Auch im Tiefbau sind Preissteigerungen geplant, dies jedoch deutlich seltener. Der Fachkräftemangel bereitet dem Baugewerbe zusätzliche Sorgen. Aktuell klagt jeder dritte Betrieb über Probleme, geeignetes Personal zu finden.“

Nochmals verschärft habe sich der Materialmangel auf Baustellen in Nordrhein-Westfalen. „Die Flutkatastrophe im Juli hat örtlich neue Verwerfungen ausgelöst“, sagt Leiss. Der Anteil der betroffenen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen liege „nun merklich über dem deutschen Durchschnitt“.