Luftaufnahme des BayWa Hauptgebäudes in München an einem sonnigen Tag, umgeben von grünem Stadtgebiet.
Zentrale in München (Quelle: Baywa)

Handel 2024-11-14T07:05:29.979Z BayWa-Bilanz: 3. Quartal 2024 ist geprägt von Sanierungssituation

Die Geschäftszahlen der BayWa AG für die ersten neun Monate dieses Jahres standen laut Konzernangaben unter dem Einfluss der im Halbjahresbericht ausführlich erläuterten Wertberichtigungen (Impairment-Tests gemäß IAS 36). Bei einem Umsatz von 16,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 18,2 Mrd. Euro) betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ohne Wertminderungen minus 77,6 Mio. Euro (Vorjahr: 214,6 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 lag das Konzern-EBIT zum Ende des dritten Quartals bei minus 299,8 Mio. Euro.

Während das Segment Technik abermals ein ordentliches Ergebnis erzielte, wirkte sich nach Konzernangaben vor allem die Geschäftsentwicklung im Segment Regenerative Energien negativ auf das Konzern-EBIT aus. Im Handel mit Photovoltaikkomponenten kämpfte der Markt weiterhin mit massiven Überkapazitäten und einem Preisverfall bei Solarmodulen. Hinzu kamen Verzögerungen im Projektgeschäft und geringere Erlöse im Energiehandel aufgrund gesunkener Strompreise, teilt der Konzern weiter mit.

Die Baukrise am Wohnungsmarkt hat das Segment Bau weiterhin im Griff: Bei einem Umsatz von 1,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,5 Mrd. Euro) verzeichnete das Segment auch nach neun Monaten ein negatives operatives EBIT in Höhe von minus 8,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 lag das EBIT bei minus 9,5 Mio. Euro.

Der Nachfrageeinbruch im deutschen Wärmemarkt habe den Geschäftsverlauf im Segment Energie geprägt, heißt es in der Konzernmitteilung. Bei einem Umsatz von 1,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,0 Mrd. Euro), ging das EBIT deutlich zurück und lag zum Ende des dritten Quartals bei 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 13,5 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 betrug das EBIT minus 0,2 Mio. Euro.

Ursächlich für den operativen Ergebniseinbruch seien eine anhaltende Verunsicherung rund um das Gebäudeenergiegesetz und die dadurch gedämpfte Investitionsfreude in Bezug auf neue Heizungssysteme wie Wärmepumpen und Pelletheizungen, so der Konzern. Auch Wärmeenergieträger wie Holzpellets und Heizöl wurden weniger nachgefragt. Aufgrund des milden Winters 2023/24 sind die Verbraucher gut bevorratet und warten speziell bei Heizöl auf weiter sinkende Preise. Lediglich der Handel mit Kraft- und Schmierstoffen verzeichnete im Berichtszeitraum ein leichtes Absatzplus.

zuletzt editiert am 14. November 2024
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