Der Baywa-Konzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück: Der Umsatz überschritt erstmals die Marke von 17 Milliarden Euro, das Ebit stieg auf 188,4 Millionen Euro. Vorstandschef Klaus Josef Lutz ist zufrieden. Sein Vertrag wurde bis 2025 verlängert.
„Die positive Entwicklung im Segment Energie hat den größten Anteil an der guten Gesamtentwicklung der Baywa im vergangenen Jahr. Auch unser Obstgeschäft Global Produce war erfolgreich und die Technik entwickelte sich nach dem Rekordjahr 2018 deutlich besser als erwartet. Der Baubereich hat sich ebenfalls sehr robust gezeigt“, sagt Konzernchef Klaus Josef Lutz mit Blick auf die Geschäftszahlen für das Jahr 2019.
Während der Umsatz nach Unternehmensangaben im Vorjahresvergleich von 16,6 Milliarden Euro auf 17,1 Milliarden Euro anstieg und damit erstmals die Marke von 17 Milliarden Euro überschritt, verbesserte sich auch das Ebit von 172,4 Millionen Euro auf 188,4 Millionen Euro. Die Münchener erreichten damit ihre Jahresziele und wollen für 2019 die Dividende um 0,05 Euro auf dann 0,95 Euro pro Aktie erhöhen.
Zuwächse im Verkauf von Baugeräten und Werkzeug
Der Umsatz des Segments Bau legte 2019 mit 1,7 Milliarden Euro nur leicht zu (Vorjahr: 1,6 Milliarden Euro). Das Ebit verbesserte sich auf 32,1 Millionen Euro (Vorjahr: 31,1 Millionen Euro). Treiber waren laut Baywa neben dem Hoch- und Tiefbau auch der Garten- und Landschaftsbau. Alle Bereiche hätten von der anhaltend guten Baukonjunktur profitiert.
Besonders hohe Zuwächse registrierten die Münchener im Verkauf von Baugeräten und Werkzeugen, wozu auch der Online-Handel „wesentlich beitrug“. Auch die Erweiterung des margenstarken Eigenmarkensortiments sowie die Vernetzung des digitalen mit dem stationären Vertriebskanal (Click&Collect) hätten deutlich zu der Ergebnisverbesserung im Bau-Segment beigetragen. Die Verbindung von digitalem und analogem Geschäft sei zentraler Bestandteil der Strategie, „die Baywa im Baubereich als integrierten Multispezialisten zu positionieren“.
Gut aufgestellt in der Corona-Krise
Für das Jahr 2020 sei eine Ergebniseinschätzung aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise „zurzeit seriös nicht möglich“. Vorstandschef Klaus Josef Lutz erklärt: „Mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell fühlen wir uns angesichts der schwierigen Situation aber gut aufgestellt und sind fest entschlossen, unsere Grundversorgungsfunktion für die Menschen zu erfüllen.“
Der am 31. Juli 2022 auslaufende Vertrag des 62-Jährigen wurde soeben vorzeitig verlängert: Der gebürtige Münchener soll den Konzern nun bis zum 31. März 2025 führen. „Mit dieser Entscheidung unterstreicht der Aufsichtsrat der Baywa deutlich das Vertrauen in den Vorstandsvorsitzenden. Damit ist für die notwendige Kontinuität in der erfolgreichen Arbeit der Führungsspitze des Unternehmens gesorgt. Dies ist dem Aufsichtsgremium vor allem im Hinblick auf die vor uns liegenden großen Herausforderungen sehr wichtig“, sagt Aufsichtsratschef Manfred Nüssel.
