Mit 27,1 Milliarden Euro Umsatz und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 504,1 Millionen Euro hat der Konzern im vergangenen Ausnahmejahr neue Bestmarken erzielt, verkündet der seit 1. April dieses Jahres amtierende Vorstandsvorsitzende Marcus Pöllinger auf der Hauptversammlung der Baywa AG.
Marcus Pöllinger nutzte seine erste Rede vor der Aktionärsversammlung, um darzulegen, wie der Konzern mit den drei zentralen Herausforderungen für die Wirtschaft – gestiegene Anforderungen an eine nachhaltige Unternehmensführung, geopolitische Unsicherheiten und Arbeitskräftemangel – umgeht.
Investieren in die Zukunft
Bei Nachhaltigkeit gehe es um das große Ganze, so der Vorstandsvorsitzende, „nämlich um die Frage, wie wir langfristig leben, wirtschaften und arbeiten wollen. Deshalb investieren wir in die Zukunft.“ Als Beispiele nannte Pöllinger die Züchtung und zukünftige Vermarktung der weltweit ersten klimatoleranten Apfelsorte „Tutti“ sowie die Entwicklung von Agri-Photovoltaik-Anlagen zur Doppelnutzung von Agrarflächen. „Wir liefern unseren Kunden das, was sie brauchen, um ihre Felder zu bestellen, Wohnungen zu heizen und Häuser zu bauen. Wir helfen ihnen aber ebenso dabei, ihren eigenen CO2-Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren.“
Um der Verknappung von Gütern und Energie etwas entgegenzusetzen plädiert Pöllinger für den Einsatz modernster Technik und Investments in Zukunftsfelder, "die uns helfen, nachhaltiger, effizienter und agiler zu werden.“ Beispiele dafür seien im Segment Bau die modulare Fertigung von Badmodulen durch die Baywa-Beteiligung Tjiko, das Wärme-Contracting der Baywa Energie Dienstleistungs GmbH oder das vegane Ei des Berliner Start-ups Neggst, in das die Baywa Venture GmbH investiert ist.
Jüngere Generation anders ansprechen
Auch das Thema Arbeitskräftemangel, so Marcus Pöllinger, „wird uns alle noch lange beschäftigen. Wir haben erkannt, dass wir die Generation Z und die noch jüngere Generation Alpha anders ansprechen müssen, als wir das bisher gewohnt waren.“ Dabei müsse sich die Baywa als Arbeitgeberin nicht verstecken: Als Grundversorger biete sie jungen Menschen die Sinnhaftigkeit, die diese heute in einem Job suchen. Obendrein stünden ihnen bei der Baywa alle Karrierewege offen: Jede zweite Führungskraft im Unternehmen hat einmal bei der Baywa gelernt.
Jubiläumsdividende von 1,20 Euro
Für das abgelaufene Geschäftsjahr beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre eine Erhöhung der Dividende um 0,05 Euro auf 1,10 Euro. Sie votierten außerdem für die Zahlung einer Sonderdividende in Höhe von 0,10 Euro je Aktie, die in diesem Jahr anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Baywa AG ausgeschüttet werden soll.
Auch im laufenden Geschäftsjahr befindet sich die Baywa laut Konzernangaben auf gutem Weg, das für das Jahr 2023 erwartete Ergebnis von 320 bis 370 Mio. Euro zu erreichen.
