Das Bild zeigt das BayWa Hochhaus in einer städtischen Umgebung mit viel Grün im Hintergrund.
Die BayWa-Zentrale in München (Quelle: BayWa)

Handel 2024-12-04T23:00:00Z Baywa-Transformation: Klarer Fokus auf Kerngeschäft und Kunden

Die Baywa AG legt ein weitreichendes Transformationskonzept vor, um das Unternehmen in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des Konzerns hervor.

Das Konzept sieht demnach eine organisatorische Verschlankung, zahlreiche operative Einsparmaßnahmen sowie die Veräußerung von wesentlichen internationalen Beteiligungen bei grundsätzlicher Fortführung der vier Kerngeschäftsbereiche Agrar, Baustoffe, Energie und Technik vor. Die durch die Unternehmensverkäufe freiwerdenden Mittel sollen zur Stärkung der Liquidität des operativen Geschäftsbetriebs und zur Schuldentilgung verwendet werden.

Das Transformationskonzept ist laut der Mitteilung Basis für den vergangene Woche vorgelegten zweiten Entwurf des Sanierungsgutachtens. Der im Juli 2024 von der BayWa AG beauftragte Sanierungsgutachter bestätigt mit der Vorlage des zweiten Entwurfs die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens. Der Gutachter geht davon aus, dass das Unternehmen bis 2027 durch die Ergebnisverbesserungen bei gleichzeitigem Schuldenabbau wieder nachhaltige Finanzkennzahlen ausweist.

Fokus der Transformation ist laut Konzernangaben die Stärkung der operativen Wettbewerbsfähigkeit in den vier Kerngeschäftsbereichen. Die starke Position in stabilen, gesellschaftlich relevanten Schlüsselmärkten und das Vertrauen der Finanzierungspartner ermöglichen der BayWa AG eine selbständige Sanierung.

Im operativen und organisatorischen Bereich sollen laut der Mitteilung über alle Geschäftsfelder hinweg Kosten eingespart sowie die Liquiditätsbindung und Prozesse optimiert werden. Dazu gehört vorrangig die Verschlankung der Verwaltungsfunktionen und eine Transformation des IT- Bereichs.

Stellenabbau geplant

Im Rahmen des Transformationskonzeptes plant die Baywa AG nach eigenen Angaben bis 2027 auch den Abbau von bis zu 1.300 der aktuellen knapp 8.000 Vollzeitstellen. Der Großteil des Stellenabbaus soll nicht in der Fläche stattfinden, sondern insbesondere in den zentralen Verwaltungseinheiten. Rund 40 Prozent der Stellen sollen hier bis Ende 2027 abgebaut werden. In der Fläche wurde das bestehende Standortnetz auf Nachfrage und Profitabilität überprüft. Die Analyse hat ergeben, dass weitere 26 der derzeit gut 400 Standorte auch langfristig nicht wirtschaftlich betrieben werden können und deshalb bis Ende 2027 geschlossen werden. Im Ergebnis gelingt es bei der BayWa AG 6.700 Arbeitsplätze zu erhalten. Die Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat zu den geplanten Personalmaßnahmen haben begonnen, eine Einigung wird bis Ende März 2025 angestrebt.

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zuletzt editiert am 04. Dezember 2024
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