Der 4. Global DIY Global Summit ist eröffnet. In Stockholm begrüßten John W. Herbert, Geschäftsführer von edra und ghin, den europäischen und globalen DIY-Händlerverbänden, sowie Ralf Rahmede, Geschäftsführer von fediyma, dem europäischen DIY-Herstellerverband.
Bericht vom 4. Global DIY-Summit in Stocholm (I)

Sie begrüßten mehr als 800 Gäste, darunter knapp 28 Prozent Händler. Die Mehrheit der Gäste schaut sehr optimistisch in die Zukunft. Sie rechnen mit einem deutlichen Umsatzplus in diesem Jahr. Zudem rechnen 40 Prozent der Kongressteilnehmer damit, dass in fünf Jahren gut 20 Prozent des Umsatz online gemacht wird in der DIY-Branche. Dies ergab eine Umfrage unter den Gästen. Regis Degelcke , Vice President Groupe ADEO, President edra und Reinhard Wolf , President fediyma und Managing Partner wolfcraft. Sie zeigten zudem, dass das letzte DIY-Jahr vor allem für Schweden mit einem Umsatzplus von neun Prozent sehr erfolgreich war. Erfolgreicher als alle anderen Länder. Der Start 2016 war in den einzelnen Ländern durchwachsen. Österreich startete im ersten Quartal mit einem Plus von 13 Prozent, Deutschland mit einem Minus von 1,5 Prozent.
Veronique Laury , CEO Kingfisher, hielt die Key Note speech. Sie sprach darüber, wie sie Kingfisher kundenzentriert gestalten wird. In einer Welt, die sich überall stark ändert, müssten sich auch die Firmen ändern. Fünf Aspekte seien ihr dazu wichtig. Firmen müssten ihre Denkweise ändern - hin zu faktenbasierten Entscheidungen. Dazu seinen die Kundenwünsche zwingend mit einzubeziehen. Firmen sollten die für sie wirklich wichtigen KPIs definieren. Firmen täten gut die Wünsche der Kunden zu betrachten, nicht nur ihre Brieftasche. Dazu sei es wichtig, mehr vom Kunden mithilfe von social media und big data zu erfahren. Was sich hingegen nicht ändere, sei eine strikte Nutzenorientierung der gesamten Firma. In jedem Fall aber müssten sich die Änderungen in den Firmen schnell vollziehen, da die Welt sich sehr schnell ändere.
John Gillam , Geschäftsführer der australischen Baumarktkette berichtete, wie Bunnings seit 20 Jahren expandiere. Zuletzt kaufte man die britische Kette homebase. Wichtig sei bei all den Veränderungen, dass das Unternehmen über eine gute Führung verfüge. Gute Führung bedeute für ihn, dass es gut für die Kunden ist, gut für das Team, in der Branche und mit den Herstellern. Dies bedeutet heutzutage die customer journey neu - stark digital - zu denken. Zudem spielten Partnerschaften mit den Herstellern eine immer wichtigere Rolle.
Jennie Stenbom , Vice President Kesko, finnischer DIY-Retailer, sprach über leistungsfähige Firmenkultur. Dazu gehören aus ihrer Sicht ein hohes Mitarbeiterengagement und Exzellenz in der Umsetzung. Wie dies zu erreichen ist führte Chris Roebuck , Professor Cass Business School aus. Wichtig sei vor allem die Motivation. Mitarbeiter müssten ihren Job gerne machen, damit sie gute Ergebnisse für ihre Kunden liefern. Gute Chefs kümmern sich um ihre Mitarbeiter, sie inspirieren sie, haben eine emotional gute Beziehung zu ihnen. Gute Chefs glauben an ihre Mitarbeiter. Geschieht dies, werden diese Firmen wahrscheinlich erfolgreicher sein als ihre Wettbewerber. Denken Unternehmer dazu noch unternehmerisch, werden sie auch in einer disruptiven Welt, wie sie auch die DIY-Branche gerade erlebt, bestehen.
DIY Summit 2016