Martin Groß-Albenhausen bevh
Martin Groß-Albenhausen (Quelle: bevh)

Handel 2020-12-08T00:00:00Z bevh: Weihnachtsgeschäft im Onlinehandel deutlich über Vorjahr

Vom 1. Oktober bis 29. November 2020 haben Verbraucher in Deutschland für rund 17,4 Milliarden Euro (brutto) Waren im E-Commerce bestellt. Dies sind 17,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

„Wir sehen – aufgrund der seit April merklichen ,Katalysator-Wirkung‘ der Corona-Krise wenig überraschend – auch eine deutliche Verschiebung der Weihnachtseinkäufe ins Internet. Angesichts eines Weihnachtsgeschäfts, das im gesamten Einzelhandel wieder mehr als 100 Milliarden Euro erreichen dürfte, könnte der E-Commerce dabei mehr als jeden fünften Euro einbringen. Obwohl die Deutschen weiterhin den größten Teil der Weihnachtseinkäufe in den Innenstädten erledigen, erfordert diese Veränderung des Kundenverhaltens völlig neue Einzelhandelskonzepte”, sagt Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh).

Insbesondere Bekleidung (+20,5 Prozent) wurde online in diesem Jahr deutlich mehr bestellt. Auffällig war laut Verband zudem der große Zuspruch für Hersteller, die direkt an Kunden verkaufen. Dieser Versendertypus konnte seine Umsätze um 31,6 Prozent steigern. Allerdings macht dieser Bereich mit einem Umsatz von 336 Millionen Euro (brutto) nur einen sehr kleinen Teil des gesamten E-Commerce-Volumens aus.

Den größten Anteil der E-Commerce-Umsätze vereinten im anlaufenden Weihnachtsgeschäft die auf den Onlinemarktplätzen tätigen Händler auf sich. Onlinemarktplätze insgesamt erreichten mit einem Wachstum um 22 Prozent auf rund 8,1 Milliarden Euro (brutto) einen Marktanteil von 46,6 Prozent.

Kumuliert hat der E-Commerce mit Waren seit Jahresbeginn damit ein Wachstum von 12,2 Prozent auf 73,4 Milliarden Euro (brutto) erreicht.

zuletzt editiert am 24. Juni 2021
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