Das Bild zeigt das Logo von BHB in grüner Farbe mit einem stilisierten Dach darüber.
Der BHB begrüßt eine weiteres Mitglied aus Östereich. (Quelle: BHB)

Branche 2016-03-07T00:00:00Z BHB: Deutsche Baumärkte wachsen

Die Unternehmen des deutschen Baumarkthandels sind auch im Geschäftsjahr 2015 weiter auf Erfolgskurs: Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 17,97 Milliarden Euro konnte die Branche im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 2,4 Prozent erzielen.

Auf bereinigter bzw. vergleichbarer Verkaufsfläche verzeichnete die Branche mit 0,2 Prozent ein leichtes Wachstum. Die Marktzahlen gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz am 7. März 2016 in Köln basierend auf aktuellen Marktzahlen der Konsumforschung (GfK) bekannt.

„Das zurückliegende Geschäftsjahr 2015 war ein erfolgreiches Jahr für die deutsche Baumarktbranche, das ganz im Zeichen der Marktkonsolidierung stand“, so BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst.

Auch für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich der BHB optimistisch: Der Baumarkthandel werde im Rahmen eines beständigen Verlaufs der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland 2016 ein Umsatzwachstum von 1,3 bis1,5 Prozent erzielen können, hebt der Sprecher des BHB-Vorstandes Detlef Riesche hervor. Bei flächenbereinigter Betrachtung gehe man von einem Umsatzwachstum von 1,0 Prozent aus. Potenzial für Umsatzzuwachs der Baumarktbranche sieht der BHB besonders auf dem Gebiet des privaten Renovierungs- und Wohnungsbaus sowie in einer stärker prosperierenden Bauwirtschaft: Mögliche Wachstumstreiber seien der nach wie vor starke Privatkonsum der Verbraucher, der getragen werde von einer starken DIY-Mentalität zahlreicher Gesellschaftsbereiche, ebenso wie günstige Zinsen, eine gute Arbeitsmarktsituation, niedrige Finanzierungskosten und eine vorhandene Unsicherheit in Bezug auf alternative Kapitalanlagen. Hinzu kämen steigende staatliche Ausgaben für Asylsuchende in Deutschland und eine aktive Bauwirtschaft, die zusätzlichen Wohnraum schaffen müsse.

Marktkonsolidierung 2015

Zum 1. Januar 2016 zählte die Gesellschaft für Markt- und Betreiberanalyse (Gemaba) bundesweit 2134 Baumärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 13,30 Millionen Quadratmetern. Zum Jahresanfang 2015 waren es noch 2118 Märkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 13,03 Millionen Quadratmetern. Damit stieg die Zahl der Standorte innerhalb des Jahres 2016 um 16, bei einer gleichzeitigen Erweiterung der bundesweiten Verkafsfläche um 270.000 Quadratmeter. Ursache der steigenden Zahl von Baumarktstandorten 2015 sind insbesondere Wiedereröffnungen ehemaliger Praktiker/Max Bahr Standorte durch die aktiven Baumarkthändler. Bei den Neueröffnungen zeigt sich laut Gemaba ein Trend zur Großfläche: Nahezu ein Drittel aller Standorte (29 Prozent) verfügen über eine Innenverkaufsfläche von mehr als 7.500 Quadratmetern (27 Prozent in 2015). Mittelfristig so prognostiziert der BHB, werde sich die Zahl der Baumärkte auf einem Niveau von etwa 2150 Standorten einpendeln.

Gartensortiment Wachstumstreiber

Beim Blick auf die Sortimententwicklung im Gesamtjahr erzielten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte 2015 die höchsten Umsätze laut GfK-Total-Store-Report mit den Sortimenten Bauchemie/Baumaterial (1,71 Mrd. Euro), Sanitär/Heizung (1,70 Mrd. Euro), Elektro (1,29 Mrd.Euro) und Antstrichmittel/Malerzubehör (1,26 Mrd. Euro). Die Gesamtheit aller Gartensortimente, bestehend aus den Warengruppen Gartenausstattung (1,18 Mrd. Euro), Gartenmöbel (359,8 Mio. Euro), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (963,6 Mio. Euro), Lebend Grün (931,0 Mio. Euro) und Gartenchemie/Erden/Saatgut (580,0 Mio. Euro), erzielte einen Umsatz von 4,02 Milliarden Euro und damit 22,4 Prozent des gesamten Jahresumsatzes.

E-Commerce weiter auf Wachstum

Der Trend zum E-Commerce ist auch bei den Heimwerkern und Hobbygärtnern ungebrochen: 2015 setzten der stationäre Handel, der Versandhandel und die Pure Player in Deutschland nach Angaben der Marktforschung Teipel research&consulting 2,24 Milliarden Euro mit DIY-Sortimenten um. Das ist eine Steigerung gegenüber 2014 um 10,5 Prozent.

zuletzt editiert am 24. Juni 2021
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