Zwei Männer sitzen bei einer Pressekonferenz vor einem BHB-Logo.
Dr. Peter Wüst, Hauptgeschäftsführer des BHB (links), und René Haßfeld, Sprecher des Vorstands, auf der Pressekonferenz. (Quelle: Markus Howest)

Branche 2025-03-26T08:52:49.829Z BHB: Gesamtumsatz der Bau- und Gartenfachmärkte leicht unter Vorjahr

Die Branche hat sich 2024 im Vergleich zu anderen Sparten des Handels achtbar im Gesamtumfeld behaupten können – und doch blieb es in Deutschland bei einem nominalen Minus von 1,5 Prozent, auf vergleichbarer Fläche von 1,0 Prozent. Dabei setzten die Bau- und Gartenfachmärkte 20,92 Mrd. Euro um. Dies verkündete gestern der BHB auf seiner traditionellen Jahres Presskonferenz in Köln.

Die „erhoffte Erholung nach dem ersten deutlichen Dämpfer von 2023“ sei ausgeblieben, sagte René Haßfeld, seit Jahresbeginn neuer Vorstandssprecher des BHB. Die Inflation sei zwar zurückgegangen, aber die „weltweiten Krisen“ und „permanenten innenpolitischen Herausforderungen“ hätten im vergangenen Jahr die Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher weiter verstärkt, so Haßfeld, der deutlich machte, dass es jetzt an der neuen Regierung liege, „die Rahmenbedingungen für ein stabileres wirtschaftliches Umfeld zu schaffen, das Sicherheit vermittelt und positive Konsumimpulse schaffen kann.“

Klar dürfte aber auch sein, dass sich solche Impulse erst mit einiger Verzögerung in direkte Umsätze umschlagen werden. Mit Steuererleichterung wird angesichts des Finanzbedarfs des Landes für Verteidigung und Infrastruktur kaum zu rechnen sein, und notwendige Impulse müssen solide gegenfinanziert sein. So ist wohl 2025 eher als „Durchhaltejahr“ zu sehen, glaubt auch BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. Dennoch mit guter Perspektive: Die Nachfrage werde aufgrund des hohen Bedarfs an Sanierungen im Bestand eher stabil bleiben, gleichzeitig wachse der Bedarf an nachhaltigen und energieeffizienten Lösungen. Es liege ganz wesentlich auch an der Branche selbst, wie sie die Geschicke beeinflussen könne.

Dabei wird es nach Einschätzung des BHB immer wichtiger, dass die Branche Ihre Interessen in Berlin, Brüssel sowie in den Regionen möglichst gebündelt und mit einer Stimme vertritt. Hierbei wird es auch künftig ganz wesentlich auf einen starken Verband ankommen, der die Interessen von Handel, Industrie und Dienstleistern effektiv bündelt und zielgerichtet kommuniziert. Dies haben auch in den letzten Monaten wieder zahlreiche Unternehmen erkannt. Seit der letzten Jahrespressekonferenz haben sich mit Markant, Tedox und Sonderpreis Baumarkt zwei große deutsche Händler, mit Bellaflora und Zgonc auch zwei weitere Handelsunternehmen aus Österreich dem Verband angeschlossen.

Insgesamt steht die Branche auch 2025 weiter vor herausfordernden Aufgaben, bleibt dabei aber in einer optimistischen Grundhaltung. Einen Ausblick zur Umsatzentwicklung wollte der BHB allerdings gestern nicht beziffern, für die DACH Region stehen hier daher vorerst Fragezeichen zu Buche.

Einen ausführlichen Bericht über alle relevanten Kennzahlen der Branche lesen Sie in der kommenden Ausgabe des BaumarktManager.

zuletzt editiert am 26. März 2025