BHB Baumarktkongress 2017
BHB Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst begrüßt die Teilnehmer des 17. internationalen BHB Kongress in Bonn. (Quelle: Mau)

Branche 2016-12-07T00:00:00Z BHB-Kongress in Bonn eröffnet

Derzeit findet in Bonn der 17. Internationale Baumarktkongress. Mehr als 500 Teilnehmer diskutieren im ehemaligen Plenarsaal des deutschen Bundestages über aktuelle Themen der Baumarktbranche.

Dr. Peter Wüst begrüßt in Bonn die Teilnehmer des diesjährigen Kongresses. Schwierige und kontroverse Themen sollen auf diesem Branchenmeeting diskutiert werden, aber auch "Bauchthemen" würden in diesem Jahr eine Rolle spielen, so Wüst.

Detlef Riesche, Sprecher des BHB Vorstands, erklärt in seiner anschließenden Rede die Herausforderungen, vor der die Baumarktbranche aktuell und in Zukunft stehen wird. Die Geschwindigkeit der Veränderung durch die Digitalisierung steige, so Riesche. Künftig müssen sich alle Marktteilnehmer die Frage stellen, welche Sortimente die richtigen seien, wie die Rolle der Eigenmarken im Handel sein wird und welche Vertriebsformate von den einzelnen Playern bespielt werden müssen. "Nicht alles, was wir heute tun, wird sich schon morgen überholt haben, aber wir werden künftig viel ausprobieren müssen, um die Kunden zu erreichen", sagt Riesche. Großer Herausforderung bestehen laut Riesche darin die Mitarbeiter weiter zu qualifizieren und die Individualisierung von Kundenbedürfnissen noch stärker im Auge zu haben.

Wie gewohnt macht Klaus Peter Teipel den Ritt durch die DIY- Zahlen- und Faktenwelt. 233,2 Mrd. Euro ist der DIY-Gesamtmarkt in diesem Jahr schwer. Das Wachstum beträgt 1,6 Prozent und ist damit stärker als im Vorjahr. Die Bau- und Heimwerkermärkte werden das Jahr 2016 mit einem Umsatzvolumen von 21,6 Mrd. Euro abschließen, was ein Plus von 1,5 Prozent bedeutet. Nach der Praktiker-Insolvenz (2013) hätten sich andere Formate, wie beispielsweise der Holzfachhandel besser entwickelt als der klassische Baumarkt. Und: Von der positiven Baukonjunktur habe das Handwerk überproportional profitiert und nicht der Baumarkt, so Teipel.

Für die Analyse des E-Commerce zieht Teipel den Pure Player Amazon als einen Benchmark heran. Amazon habe in Deutschland einen Umsatz von 10,6 Mrd. Euro generiert, das entspreche etwa einem Viertel des gesamten Online-Umsatzes hierzulande. 720 Mio. Euro davon seien dem DIY-Kernsortiment, was ein Anteil von knapp acht Prozent bedeutet. Zum Vergleich: Die Baumärkte machen insgesamt einen von 480 Mio. Euro über ihre Onlineshops. Abschließend wagt Teipel einen Ausblick auf das kommende Jahr: "Das Wachstum wird sich im kommenden Jahr auf etwa + 0,9 Prozent abflachen," so Teipel.

Am Nachmittag werden noch spannende Vorträge erwartet, unter anderem zum Thema "Smart Home".

zuletzt editiert am 24. Juni 2021
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