Plenarsaal, Bundestag, Bonn, Zahlen, BHB
Der zweite Kongresstag startete mit den Branchenzahlen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgen gespannt den Analysen von Zahlenexperte Klaus-Peter Teipel. (Quelle: RM Handelsmedien)

Branche 2023-12-01T05:22:05.073Z BHB-Kongress: Zahlenexperte sagt schwieriges Jahr 2024 voraus

Traditionell startete der zweite Kongresstag im Plenarsaal des alten Bundestages mit der Präsentation der Branchenzahlen durch Experte Klaus-Peter Teipel. Erwartungsgemäß sind die Aussichten für das kommende Jahr eher bescheiden.

Die Branche steht nach 10 Monaten mit einem aufgelaufenen Minus da – wahrlich kein Anlass für den langjährigen Branchenkenner und Zahlenexperten Klaus-Peter Teipel angesichts dieser Bilanz noch etwas schönzureden. Mit einem Minus von vier Prozent, prophezeite Teipel, würden die Baumärkte wohl aus dem Jahr aussteigen, für 2024 rechnet er mit einem Nullsummenspiel, erst 2025 könne man wieder mit realem Wachstum rechnen.

Maßvolle Preisgestaltung

Natürlich gab Teipel den anwesenden Managern auch Empfehlungen mit auf den Weg: Die Qualifikation der Mitarbeiter in Sachen Beratung und Überzeugungskraft werde wichtiger, um die Menschen auch in schwierigen Zeiten an ihre Projekte zu binden, und: „Wir brauchen ständig neue Impulse und Präsentationen“. Teipel mahnte auch eine maßvolle Preisgestaltung an, da die Sensibilität der Kunden hier deutlich spürbar sei.

Aktuelle Roundtables

Der weitere Verlauf des zweiten Kongresstages stand im Zeichen aktueller Roundtables. Die Kongressteilnehmer konnten aus acht Roundtables mit 16 Sessions auswählen. Diese spiegelten nicht nur die intensive Arbeitskreis-Tätigkeit im BHB wider, sondern setzten mit aktuellen Themen wie „Cyber Resilience“, „Einsatz von Google“ oder „Neuen Konzepten und Digitalisierung im DIY-Handel“ auch Impulse für neue Stoßrichtungen in den Vertriebskonzepten. Natürlich gab es auch neue Denkansätze aus den aktuellen Diskussionen der Themen Recht (z.B. Produkthaftung), Logistik (Digitalisierung als Wertschöpfungspotenzial), Product Compliance, Umwelt&CSR (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz) und viele weitere Diskussionsebenen. So entstand rund um die Mikro-Veranstaltungen immer ein reger Austausch, teils wurden sogar schon neue gemeinsame Projekte vereinbart.

7 neue Regeln für unternehmerisches Führen

„Don’t settle, go wild!“ – mit dieser Vollgas-These endete der BHB-Kongress für die Teilnehmer dann erneut der im großen Bundestags-Plenum. Change&Leadership-Expertin Kerstin Plewe stellte sieben neue Regeln zum unternehmerischen Führen in unberechenbaren Zeiten auf – ihr Ansatz, sich zwischen Agilität und Ritualen, neuer Kommunikation und wechselnden Tempi zu bewegen, stieß auf großes Interesse.

Zusammenhalt und Haltung

Das Motto des ‚gemeinsamen WIR‘ sei während der Kongresstage deutlich spürbar gewesen – und werde ganz sicher auch künftig die Branche begleiten, betonte BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst zum Ausklang des Kongresses. Zusammenhalt und Haltung wünschte sich Wüst – auch als Gegenpol zu den vielen Krisen, die die Welt erschüttern. Dabei sei es besonders wichtig, das die Branche wirklich niemanden ausgrenze – und so stehe man beispielsweise auch fest zusammen gegen Antisemitismus.

Der nächste, dann bereits 25. BHB-Kongress findet vom 27. bis 28. November 2024, wieder im Bonner Bundestag (WCCB) statt.

zuletzt editiert am 01. Dezember 2023
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