BHB JahresPK 2017
BHB Geschäftsführung und Vorstand bei der Jahrespressekonferenz (Quelle: MAU)

Handel 2017-03-10T00:00:00Z BHB liefert Branchenzahlen zu 2016

Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) hat Branchenzahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr bekannt gegeben. Deutsche und österreichische Baumärkte sind im Plus. Schweiz bestätigt Vorjahresergebnis.

Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 18,24 Mrd. Euro konnte die deutsche Baumarktbranche im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 1,5 Prozent erzielen. Auch auf bereinigter bzw. vergleichbarer Verkaufsfläche verzeichneten die Handelsunternehmen mit 0,8 Prozent ein leichtes Wachstum. Die Marktzahlen gab der BHB im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz am 9. März 2017 in Frankfurt am Main basierend auf aktuellen Marktzahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekannt.

„Nach einem eher zögerlichen Jahresstart haben die Umsatzzuwächse im zweiten und dritten Quartal entscheidenden Anteil am erfolgreichen Geschäftsjahr 2016“, betont BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. „Mit dem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent liegt unsere Branche im oberen Bereich des Zielkorridors der zu Beginn 2016 selbstgesteckten Jahresziele. Der Verband und die Branche können sich mit der Marktperformance der Handelsunternehmen 2016 zufrieden zeigen.“ Zu Jahresbeginn hatte der Branchenverband für 2016 ein Umsatzwachstum von 1,3 bis 1,5 Prozent prognostiziert.

Auch für das laufende Geschäftsjahr 2017 zeigt sich der BHB optimistisch. „Der Branchenverband geht von einem Umsatzwachstum von 1,3 Prozent aus“, betont der Sprecher des BHB-Vorstands Detlef Riesche. Bei flächenbereinigter Betrachtung erwarte man ein Umsatzwachstum von rund 1,0 Prozent. Damit liegt der Branchenverband auf einer Linie mit den Konjunkturprognosen führender deutscher Wirtschaftsinstitute für das laufende Jahr, die von Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts in einer Spanne von 1,2 bis 1,9 Prozent ausgehen.

Wie in den vergangenen Jahren zeigt sich auch 2016 ein zunehmende Kundennachfrage nach DIY-Produkten im Vertriebskanal Online – der Wunsch zum E-Commerce ist auch bei den Heimwerkern und Hobbygärtnern ungebrochen: So setzten der stationäre Handel, der Versandhandel und die Pure Player in Deutschland nach Angaben der Marktforscher von Teipel Research & Consulting 2,77 Mrd. Euro mit DIY-Kernsortimenten im Geschäftsjahr 2016 um. Das bedeutet eine Steigerung gegen-über 2015 (2,43 Mrd. Euro) um 14,0 Prozent. Dabei lagen die Produkte des Heimwerkersortiments in der Gunst der Kunden mit einem Gesamtjahresumsatz von 1,85 Mrd. Euro deutlich vor den Artikeln des Gartensortiments (762,0 Mio. Euro) und Baustoffen/Baumaterialien (156,0 Mio. Euro). Der Marktanteil der Bau- und Heimwerkermärkte an den E-Commerce-Umsätzen (2,77 Mrd. Euro) lag dabei 2016 bei 17,5 Prozent, 2015 betrug dieser noch 13,5 Prozent. Allerdings ist der Anteil der E-Commerce-Umsätze am gesamten Marktvolumen des erweiterten DIY-Kernmarkts (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachhandel, Kleinbetriebsformate und Distanzhandelsumsatz mit DIY-Kernsortimenten/ 47,9 Mrd. Euro in 2016) mit 5,8 Prozent verglichen mit anderen Branchen weiterhin gering.

„Das Branchenergebnis 2016 hat gezeigt, dass die Unternehmen des deutschen Baumarkthandels bereits heute den Wandel aktiv und erfolgreich gestalten, ihre Geschäftsprozesse und Vertriebskonzepte optimieren und sich erfolgreich den Herausforderungen der sich verändernden Handelswelt gestellt haben und stellen werden“, betont der stellvertretende BHB-Vorstandssprecher Kai Kächelein.

Der Baumarkthandel in Österreich erzielt im Geschäftsjahr 2016 einen Gesamtbruttoumsatz von 2,46 Mrd. Euro und ein Umsatzwachstum von 2,4 Prozent. Der Verband erwartet für Österreich in 2017 ein Plus von 1,5 Prozent, flächenbereinigt von 2,0 Prozent.

Der Baumarkthandel in der Schweiz erzielt im Geschäftsjahr 2016 mit einem Gesamtbruttoumsatz von 2,31 Mrd. Franken geringen Umsatzrückgang von 0,3 Prozent. In der Schweiz erwartet der BHB im Laufe dieses Jahres ein geringes Umsatzwachstum von 0,3 Prozent, flächenbereinigt werde das Ergebnis des Jahres 2016 erreicht (Umsatzwachstum 0,0 Prozent).

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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