BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst
BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst sieht aufgrund der Ergebnisse des ersten Quartals 2024 Grund zu vorsichtigem Optimismus. (Quelle: BHB)

Branche 2024-05-10T06:04:56.471Z BHB: Stimmung in DIY-Branche hellt sich auf

Keine Trendwende, aber dennoch vorsichtiger Optimismus: Der BHB meldet für das erste Quartal ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum; besonders der März lege mit einem Plus von 9,6 Prozent am spürbarsten zu. Somit stünden die Zeichen derzeit gut für eine deutliche Besserung des DIY-Umsatzklimas, berichtet der Handelsverband.

Insgesamt konnten die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland im ersten Quartal 4,76 Milliarden Euro erwirtschaften. „Wir sind froh, dass uns die Rahmenbedingungen, die uns 2023 noch reichlich Herausforderungen beschert haben, diesmal einen weit besseren Auftakt ermöglichen“, sagt BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. Gründe für die positive Entwicklung seien die frühen Temperaturspitzen im Februar und März, die bei den Menschen wieder die Freude auf ihre Gärten geweckt hätten. „Wermutstropfen bleiben leider die Umsätze bei den Renovierungs- und Bauprodukten“, so Wüst.

Umsätze spiegeln Trend wider

Der Blick in die Umsatzentwicklung in den einzelnen Sortimentsteilen bestätigt diesen Trend mehr als deutlich: So legten die Umsätze für Artikel des Segments Gartenchemie/Erden/Saatgut um 43,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, dicht gefolgt von den Zuwächsen für Lebendgrün (+39,4%), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (+36,1%), Gartenausstattung (+16,7) und Gartenmöbel (+15,2%). Deutliche Rückgänge verzeichnen hingen die Segmente Fliesen (-15,2%), Möbel (-9,7%) und Bauelemente (-8,2%), heißt es in einer Mitteilung.

„Die Entwicklung ist sicherlich noch nicht als stabil zu bezeichnen, aber lässt immerhin vorsichtigen Optimismus zu“, betont auch Vorstandssprecher Franz-Peter Tepaß. „Grundsätzlich rechnen wir damit, dass sich die Inflation auf einem niedrigeren Niveau einpendelt und die Lohnverbesserung für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Konsumstimmung wieder etwas ankurbelt.“ Stabiles Wetter sowie eine Positiv-Stimmung durch eine erfolgreiche Fußball-EM in Deutschland könnten zudem für Impulse auch für das Geschäft der Bau- und Gartenfachmärkte sorgen.

Etwas gedämpfter sieht laut Handelsverband das erste Quartal in den Nachbarländern aus: Für Österreich gehen die Umsätze immerhin um +2,8 Prozent nach oben (645,3 Millionen Euro). Für die Schweiz bleibt es nach drei Monaten immerhin bei der „Schwarzen Null“ (729,2 Millionen Schweizer Franken), berichtet der Verband.

zuletzt editiert am 15. Mai 2024
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