Der BHB gibt die Zahlen für das erste Quartal 2026 bekannt und zeigt sich angesichts der schwierigen Gesamtsituation damit zufrieden, dass der Umsatzrückgang mit -0,9 bzw. -0,5 (flächenbereinigt) Prozent deutlich geringer ausfällt als im Vorjahresquartal. Österreich verzeichnet im Q1 sogar ein kleines Plus von +0,5 Prozent. Die Schweiz verliert gesamt-3,2 Prozent (aufgrund nationaler Sondereffekte), dreht allerdings auf bereinigter Flächebereits wieder ins Plus (+1,0 Prozent).
„Der Irankrieg mit all seinen Folgen für die gesamte Lieferkette, aber besonders die stark gestiegenen Preise für ölbasierte Brennstoffe haben das zarte Pflänzchen des sich ab Jahresende 2025 ins positive drehenden Gesamtumsatzes leider wieder gekappt“, so BHB Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. „Die aufkommende Stabilisierung der Konsumstimmung hat so einen erneuten Dämpfer bekommen“.
Verschärfend, so Wüst, sei im ersten Quartal hinzu gekommen, dass die Wetterlage die Saison nicht unterstützt hat: Wenig Sonne und viel Frost. Allerdings zeige sich die hohe Resilienz des deutschen Marktes dann doch: „Im ersten Quartal des Vorjahres lagen wir noch bei einem Minus von 4 Prozent“. Diese Entwicklung hänge allerdings ganz wesentlichvon der Zuversicht der Verbraucher ab – hier sei es besonders wichtig, diese durch Planbarkeit,Verlässlichkeit und Zuversicht im Lande deutlich zu stärken, appelliert Wüst an die politischen Entscheider.
Auf und Ab bei den Sortimenten
Uneinheitlich: Das muss man derzeit der Entwicklung der Sortimente in den deutschen Bau und Gartenfachmärkten attestieren. Besonders positiv entwickelten sich in Deutschland in den drei Auftaktmonaten die Segmente Freizeit-/Saisonwaren (+18,3%), Haushaltswaren (+9,4%) und Automotive (+9,3%). Merkliche Rückgänge gab es hingegen bei Gartenmöbeln (-12,4%), Fliesen (-10,2%) und Gartenausstattung (-7,4%).
In Österreich entwickelten sich besonders Automotive (+17,2%) sowie Gartengeräte/Be- und Entwässerung (+17,1%) positiv, Verlierer sind Fliesen (-8,9%) und Elektro (-8,2%). In der Schweiz gab es ebenso Aufschwung für den Bereich Automotive (+3,7%) und Technik/Büro/ Unterhaltung (+3,0%), größere Verluste verzeichneten die Bereiche Gartenmöbel (-18.1%) und Wohnen/Dekoration (-16,8%).
