Ein Mann mit grauen Haaren und Brille trägt einen Anzug und steht im Freien vor einem unscharfen Hintergrund mit Bäumen.
Dr. Peter Wüst, BHB-Hauptgeschäftsführer. (Quelle: Peter Nierhoff)

Branche 2025-06-03T08:45:31.765Z BHB-Zahlen: Noch keine Trendwende im ersten Quartal 2025

Die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland bleiben mit -4,0 (flächenbereinigt -3,5) Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Auch in Österreich (-2,0 Prozent) und der Schweiz (-2,7 Prozent/flächenbereinigt -2,5 Prozent) bleiben die Signale zurückhaltend. Dies gibt der BHB in einer Mitteilung bekannt.

Der Vergleich mit dem Vorjahr sei allerdings nur bedingt aussagekräftig, so der Verband. Denn in 2024 war das erste Quartaldie die deutlich stärkste Phase, bevor der veritable Wetterabsturz einsetzte. Besonders der März setzte 2024 mit +4,4 Prozent eine Marke, die schwer einzuholen ist, stellt der Verband klar. Dagegen zeigte der März 2025 mit ‚nur‘ -2,2 Prozent aber tendenziell in die richtige Richtung. Es bleibt vieles beim „Prinzip Hoffnung“: Meterologisch sieht’s für die im Gesamtkontext so wichtige Gartensaison recht gut aus, und nach dem holperigen Start der Koalitionsregierung bleibt zu hoffen, dass sich alle zusammenreißen und nun ans Arbeiten und ins Tun kommen, so der Tenor des Branchenverbandes.

„Mit einem Minus können wir nicht wirklich zufrieden sein, aber aktuell sehen wir, dass sich die Umsätze bereits wieder deutlich besser entwickeln. Die Wintermonate sind ohnehin nicht die umsatzstärkste Phase, und gegen den extrem starken Vorjahres-März wirken die Zahlen schwächer, als sie tatsächlich einzuschätzen sind„, resümiert BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. Jetzt werde es davon abhängen, ob die Gartensaison weiter von passendem Wetter begleitet wird – der April hat hier laut Wüst mit +3,3% (likefor-like in Deutschland) schon positive Signale gesetzt. “Viele unserer baustoffnahe Mitgliedsunternehmen hatten zudem bereits die Zuversicht geäußert, dass die Talsohle der Baukrise erreicht sei. Hier wird es darauf ankommen, welche wichtigen Impulse die neue Regierung setzten kann, damit wieder Aufbruchsstimmung ins Land kommt, wenn auch die Weltlage weiterhin erwartbar volatil bleibt“, schätzt Wüst die derzeitige Situation ein.

Garten- und Freizeitsortimente als Spiegelbild

Der Blick in die Umsatzentwicklung in den einzelnen Sortimentsteilen spiegelt das Gesamtbild wider – nur zwei Segmente konnten etwas zulegen. Den höchsten Zuwachs generierten noch die Produkte der Warengruppen Sanitär/ Heizung mit +2,3 Prozent. Im Plus auch Wand-/Bodenbeläge (+1,2 Prozent). Den größten Einbruch gab es folgerichtig im ersten Quartal bei Lebendgrün (-15,1 Prozent) und Freizeit/Saisonwaren (-14,5 Prozent), so der BHB.

In Österreich sieht die Lage bei den Sortimenten differenzierter aus. Auch hier verlieren Freizeit-/Saisonwaren deutlich (-20,9 Prozent) und auch das Lebendgrün muss sich den Wetterunbilden beugen (-14,3 Prozent); allerdings ist bei Automotive- und Technik/Büro/Unterhaltungs- Segmenten (jeweils +8,5 Prozent) auch teils guter Zuwachs spürbar.

Auch für die Bau-und Gartenfachmärkte in der Schweiz gibt es Wachstum: Möbel wurden um +4,6 Prozent besser abgesetzt, und bei Farben/ Malerzubehör geht es um +1,3 Prozent ausfwärts. Verlierer sind im ersten Quartal Freizeit-/Saisonwaren (-11,6 Prozent) und Lebendgrün (-7,4 Prozent).

Jetzt den Newsletter abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Abonnieren Sie den BaumarktManager-Newsletter und bleiben Sie stets bestens informiert über die Zukunft des DIY-Handels. Erhalten Sie exklusive Einblicke in spannende Zukunftsszenarien, Mitarbeiterporträts und die wichtigsten Branchenthemen – direkt von den Entscheidungsträgern. Verpassen Sie keine wichtigen Entwicklungen und Trends mehr!

zuletzt editiert am 03. Juni 2025
Newsletter