Rund 40.000 Gäste besuchten die 42. Weltleitmesse des Gartenbaus vom 27. bis 30. Januar. In Zeiten wirtschaftlichen Drucks, unsichere Märkte sowie steigender Anforderungen an Produktion und Vermarktung war der Bedarf an Information, neuen Technologien, innovativen Produkten und zeitgemäßen Verkaufskonzepten groß, um das eigene Geschäft nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen. Ein ausgeprägter Zukunftswille sei an den Messetagen spürbar gewesen, heißt es in einer Mitteilung.
Ein positives Signal in herausfordernden Zeiten: Die IPM Essen 2026 verzeichnete mit 1.476 ausstellenden Unternehmen drei Prozent mehr Aussteller als im Vorjahr. Das wurde in der Branche als klares Zeichen von Vertrauen und Relevanz wahrgenommen. Auch die Rückkehr einzelner Unternehmen unterstrich die Attraktivität der Messe als internationale Business-Plattform. Laut Befragung beabsichtigen über 85 Prozent der Aussteller, erneut teilzunehmen.
Inhaltlich spiegelte die Messe die zentrale Aufgabe der Branche wider: Innovationen marktfähig zu machen, Ressourcen zu schonen, neue Zielgruppen zu erreichen und die gesellschaftliche Bedeutung des Gartenbaus sichtbar zu verankern. „Die IPM Essen hat sich einmal mehr als Schaufenster der Grünen Branche erwiesen – und zugleich als zentraler Treffpunkt sowie Marktplatz für Gärtnerinnen und Gärtner aus aller Welt. Hier hat sich erneut gezeigt, wie innovativ der Gartenbau auf aktuelle Herausforderungen reagiert“, fasst Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Zentralverbandes Gartenbau und Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen, zusammen.
Hohe Internationalität und Entscheidungskompetenz
Die Rückmeldungen aus der Besucherbefragung unterstreichen die Bedeutung der IPM Essen als internationale Entscheiderplattform. 41 Prozent der Befragten reisten aus dem Ausland an. Unter den ausländischen Fachbesuchern stellten die Niederlande die stärkste Besuchergruppe, gefolgt von Italien und weiteren europäischen Märkten wie Tschechien, Belgien, Frankreich und Rumänien. Auch Großbritannien/Nordirland, Spanien und die USA waren unter den wichtigsten Herkunftsländern vertreten. Die Messe war zugleich ein Ort konkreter Geschäftsanbahnung: 22 Prozent des Fachpublikums gaben zum Zeitpunkt der Befragung an, auf der IPM Essen direkt zu ordern. Weitere 63 Prozent planen aufgrund der Kontakte und Informationen Käufe im Anschluss. Die Besucherqualität blieb hoch: 68 Prozent der Befragten bezeichneten sich als Entscheider.
Substrate und Klimaresiliente Pflanzen
Torfreduzierte und umweltfreundliche Substrate waren auf der IPM Essen nicht nur an den Messeständen ein zentrales Thema. Auf der Internationalen Pflanzenmesse in Essen starteten mit dem ersten „Runden Tisch“ Gespräche zum Ausstieg aus der Torfnutzung und zu möglichen Alternativen. Der direkte Austausch aller Beteiligten stand im Vordergrund – praxisnah, lösungsorientiert und mit erkennbar hoher Aufmerksamkeit.
Klimaresiliente Pflanzen sind weiterhin ein zentrales Feld neuer Züchtungen und Produktentwicklungen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich der Markt stärker zu Pflanzenkonzepten entwickelt, die Lifestyle vermitteln und weniger das einzelne Produkt als solches in den Mittelpunkt stellen. Ergänzend rückten nachhaltige und smarte Produktion, alternative Materialien sowie Verpackungen und die Kreislaufwirtschaft in den Fokus – nicht als Zusatz, sondern als strategische Notwendigkeit
Ein Anziehungspunkt für Einkäufer aus dem Lebensmittel-Einzelhandel sowie Baumarkt- und Gartencenter-Ketten war das IPM Discovery Center by Kahler. Real gestaltete POS-Situationen gaben Inspiration für eine verkaufsfördernde Kundenansprache.
Die nächste Weltleitmesse des Gartenbaus findet vom 26. bis 29. Januar 2027 in der Messe Essen statt.
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