Ein professionelles Porträt von Dr. Stefan Hartung, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, der in einem blauen Anzug auf einem Stuhl in einem modernen Büroumfeld sitzt.
Dr. Markus Forschner, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. (Quelle: Robert Bosch)

Industrie 2026-09-28T00:00:00Z Bosch: Preisdruck aus China spürbar

Die Bosch-Gruppe ist im ersten Halbjahr 2026 gewachsen, doch der Unternehmensbereich Consumer Goods verzeichnete einen Umsatzrückgang um 2,9 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro. Grund ist laut Unternehmen die wachsende Konkurrenz chinesischer Anbieter. Die operative EBIT-Rendite der Sparte sank auf 4,4 Prozent. Der Bosch-Konzern bestätigte trotz gemischter Bereichsergebnisse seine Jahresprognose.

Die Bosch-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro gesteigert (Vorjahreszeitraum: 44,8 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) sank dagegen auf 2,2 Milliarden Euro nach 2,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Die operative EBIT-Rendite lag bei 4,6 Prozent des Umsatzes gegenüber 5,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen bestätigte trotz des schwächeren Ergebnisses seine Prognose für das Gesamtjahr: Bosch rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum zwischen zwei und fünf Prozent sowie einer operativen EBIT-Rendite von vier bis sechs Prozent.

Consumer Goods unter Druck durch chinesische Konkurrenz

Innerhalb der vier Unternehmensbereiche verzeichnete Consumer Goods den stärksten Umsatzrückgang. Die Sparte, zu der unter anderem Elektrowerkzeuge sowie Haushalts- und Gartengeräte gehören, erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro – ein Minus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wechselkursbereinigt blieb der Umsatz stabil. Als Ursache nennt Bosch die zunehmende Wettbewerbsintensität mit chinesischen Anbietern. Die operative EBIT-Rendite des Bereichs sank von 5,1 Prozent im Vorjahr auf 4,4 Prozent.

Mobility bleibt größter Umsatzträger

Die übrigen Unternehmensbereiche entwickelten sich uneinheitlich, trugen laut Bosch aber alle positiv zum Konzernergebnis bei. Mobility blieb mit 27,8 Milliarden Euro der größte Umsatzträger, verzeichnete jedoch ein leichtes Minus von 0,5 Prozent; belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch Wertminderungen auf Produktionsanlagen in Höhe von 270 Millionen Euro infolge des verzögerten Hochlaufs der Elektromobilität. Industrial Technology wuchs um 6,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Den stärksten Zuwachs verzeichnete Energy and Building Technology mit einem Umsatzplus von 45,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro – getrieben vor allem durch die Übernahme des Home-Comfort-Geschäfts von Johnson Controls und Hitachi, die rund zwei Milliarden Euro zum Wachstum beitrug.

Kostensenkung im Fokus

Für das zweite Halbjahr rechnet Bosch weiterhin mit einem herausfordernden Marktumfeld. „Auch im zweiten Halbjahr steht deshalb die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und die robuste Aufstellung des Unternehmens im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, Kosten und Komplexität weiter zu reduzieren“, sagte Finanzchef Markus Forschner.

zuletzt editiert am 24. September 2026
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