Kiefl-Gartencenter
Wo geht die Reise hin? Grüne Verbände drängen auf einheiltiche Öffnungsregeln in der Corona-Krise. (Quelle: MW)

Branche 2020-04-17T00:00:00Z Branchenverbände fordern einheitliche Ladenöffnungen

Die Verbände der Grünen Branche sprechen sich für ein einheitliches Vorgehen bei den weiteren Krisen- und Öffnungsmaßnahmen in Deutschland aus. Die in dieser Woche getroffene Bund-Länder-Vereinbarung solle nun für gleiche Voraussetzungen in ganz Deutschland sorgen.

Mit dem Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI), dem Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), dem Industrieverband Garten (IVG), dem Verband Deutscher Garten-Center (VDG) und dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) übt die gesamte Grüne Branche den Schulterschluss. Gemeinsam befürwortet man risikoangemessene Maßnahmen, um das Wirtschaftsleben wieder aufzunehmen. Mit der in der Bund-Länder-Vereinbarung angekündigten Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche könnten perspektivisch alle Absatzwege für Blumen und Pflanzen wieder geöffnet werden.

Die derzeit unterschiedliche Auslegung auf Länder-, Landkreis- und sogar Kommunalebene zur Öffnung von Gärtnereien, Gartencentern und Baumärkten sowie Blumenläden seien dagegen nicht nachzuvollziehen und verunsicherten Konsumenten wie Unternehmen gleichermaßen, betonen die Verbände. Der Flickenteppich müsse beendet werden.

Große Eigenverantwortung

ZVG, VDG, IVG, BHB und BGI appellieren auch an die jetzt wieder geöffneten Geschäfte, sich streng an die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zu halten. Die grünen Verbände sind hierzu selbst bereits aktiv geworden und haben vor Wochen gemeinsame Sicherheits- und Handlungsempfehlungen zum Schutz der Mitarbeiter sowie Kunden entwickelt. Unter dem neuen Online-Portal www.mit-abstand-gruen.de können sich Gärtner, Gartencenter, Gartenfachmärkte und Baumärkte eintragen und damit sichtbarmachen, dass sie sich zu diesen Sicherheitsempfehlungen bekennen.

„Ohne Wirtschaft wird es keine Bewältigung der Krise geben“, betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Deswegen seien die vorsichtigen Schritte der Öffnung der richtige Weg. Bei der Umsetzung der Länder in Rechtsverordnungen sei es dringend geboten, einheitlich bei der Bewertung von Gärtnereien, Gartencentern und Baumärkten sowie Blumenläden vorzugehen.

„Gartencenter, die trotz vorbildlicher Abstands- und Hygienemaßnahmen nicht öffnen dürfen, sind existenziell gefährdet“, unterstreicht VDG-Geschäftsführer Peter Botz. „Unsere Sicherheitsmaßnahmen funktionieren und sind nicht abhängig von Bundesländern oder Kommunen,“ so BHB-Geschäftsführer Peter Wüst. „Solange es keine Schutzimpfung gibt, werden die Schutzmaßnahmen installiert bleiben und weiterhin für Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter sorgen“.

„Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Baumärkte und Gartencenter die Schutzmaßnahmen wirkungsvoll umsetzen konnten“, ergänzt IVG-Geschäftsführerin Anna Hackstein. Jetzt gilt es, dieses vorbildliche Vorgehen bundesweit einheitlich zu bewerten.

BGI-Geschäftsführer Frank Zeiler verweist auf den erheblichen Beitrag der deutschen Großhändler mit ihren logistischen Dienstleistungen für die Absatzsicherheit der Zierpflanzenproduktion und für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger: „Dazu braucht der Großhandel für den Wiederaufbau der logistischen Strukturen von der Gärtnerei bis zum Einzelhandel zuverlässige und einheitliche Entscheidungen der Politik über die Einkaufsmöglichkeiten der Verbraucher.“

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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