Die Unternehmensgruppe Brüder Schlau hat sich mit Banken und Kreditversicherern auf eine neuen gemeinsamen Kreditvertrag geeinigt. Zudem hat Markus Büscher die Geschäftsführung verlassen – Brüder Schlau agiert jetzt wieder mit einer Doppelspitze.
Im Februar und März dieses Jahres habe es einen Refinanzierungsbedarf gegeben, so Geschäftsführer Dr. Ralf Bartsch gegenüber BaumarktManager. Es sei nicht grundsätzlich um neue Mittel gegangen. Die Verhandlung und Abstimmungen mit den Banken zur Bedienung der endfälligen Darlehen hätten sich als schwierig erwiesen, weshalb die Kreditversicherer zum Teil irritiert reagiert hätten. Ein Kreditversicherer habe kurzfristig, also für einen Tag, alle Limits gestrichen.
„Wir sind froh, diesen Vertrag so geschlossen zu haben. Der Abstimmungsprozess war komplex. Wir freuen uns aber, dass wir uns in dieser Zeit auf unsere langjährigen Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten und Kunden verlassen konnten“, erklärt Bartsch.
Außerdem hat sich Brüder Schlau in der Geschäftsführung neu aufgestellt: Zukünftig wird die Unternehmensgruppe – wie in der Vergangenheit – wieder durch eine Doppelspitze repräsentiert. Dr. Marcus Opitz wird als weiterer einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer eintreten und vorrangig den Vertriebsbereich sowie das Bankberichtswesen verantworten. Bartsch wird die Zentralbereiche führen. Markus Büscher, bisher Geschäftsführer Einzelhandel (Hammer Fachmärkte), wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen.
„Wir bedanken uns bei ihm und wünschen Herrn Büscher alles Gute für seinen weiteren Karriereweg. Herr Dr. Opitz wird sein unmittelbarer Nachfolger“, so Bartsch. Der promovierte Betriebswirt verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Controlling, Finance und Operations. In den vergangenen 25 Jahren übernahm er erfolgreich unterschiedliche Funktionen für nationale und internationale Unternehmen.
Zudem gab das Unternehmen einige Zahlen des laufenden Geschäftsjahres bekannt: „Nach Abschluss des ersten Halbjahres sind wir mit der Umsatz- und Ergebnisentwicklung zufrieden“, so die Geschäftsführung. Die Großhandelsumsätze liegen mit 126,3 Millionen Euro knapp 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Einzelhandel weist Umsatzerlöse von brutto 309,6 Millionen Euro aus, die auf vergleichbarer Fläche den Vorjahreswert um 0,6 Prozent übertreffen. Trotz restrukturierungsbedingter Einmalkosten liegt das Ergebnis per Ende Mai über dem Plan. „Wir sehen für das laufende Jahr weiterhin zuversichtlich nach vorn“, so die Geschäftsführung.
An der grundsätzlichen Ausrichtung der Gruppe mit ihren Groß- und Einzelhandelsaktivitäten werde sich nichts ändern. „Im Gegenteil: Wir wollen unsere Marktanteile in beiden Bereichen ausbauen und unser Markenprofil weiter verschärfen“, betont Opitz. „Mit dem im Mai erfolgten Start des Onlineportals für Hammer werden wir auch jüngeren Käuferschichten gerecht. Dieses Onlinegeschäft gilt es vernünftig nach vorne hin zu entwickeln, damit es eine sinnvolle Ergänzung für unseren stationären Handel wird.“
