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Quelle: MAU

Handel 2020-04-27T00:00:00Z Bundeskartellamt genehmigt Knauber-Übernahme durch Bauhaus

Das Kartellamt hat seine Zustimmung zur Übernahme von vier der sechs Knauber-Freizeitmärkte durch Bauhaus zum 1. Juli 2020 gegeben. Das Bonner Unternehmen hatte im März überraschend angekündigt, seine Filialen an den Baumarkt-Riesen zu verkaufen.

Dem Verkauf der Knauber-Märkte an Bauhaus steht mit der Absegnung durch das Kartellamt nichts mehr im Weg. Nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde führe das Zusammenschlussvorhaben zu keiner kritischen Marktstellung, da es im Raum Köln/Bonn eine hohe Dichte an Baumärkten gebe, so Kartellamtspräsident Andreas Mundt. So sei auch nach dem Zusammenschluss für hinreichend Wettbewerb gesorgt.

Bauhaus sei auf den betroffenen vier regionalen Absatzmärkten rund um die bisherigen Knauber-Standorte schon mit eigenen Märkten vertreten. In Bonn, Bergisch Gladbach, Bensheim und Pulheim könne Bauhaus seine Marktstellung ausbauen. In Bad Neuenahr-Ahrweiler erwartet das Kartellamt von der Übernahme nur geringe Auswirkungen. Denn in dieser Region sei Bauhaus bisher noch nicht vertreten, hieß es weiter.

Schließung von zwei Standorten

Im März hatte das Bonner Unternehmen überraschend die Übernahme durch Bauhaus verkündet, BaumarktManager berichtete . Zwei von sechs Filialen, Troisdorf und Bad Godesberg, werden im Zuge der Übernahme geschlossen. In den vier weitergeführten Märkten übernimmt Bauhaus laut Bundeskartellamt die Mietverträge oder handelt sie mit den Vermietern neu aus.

Knauber will in Zukunft den Fokus nur noch auf den Handel und auf Dienstleistungen rund um Energie legen. Momentan besteht der Energie-Bereich der Knauber-Gruppe aus fünf Tochtergesellschaften. Das Produktportfolio für Privat- und Gewerbekunden reicht von Erdgas, Flüssiggas, Heizöl, Strom und Pellets über Schmierstoffe, Kraftstoffe und AdBlue bis hin zu umfassenden Wärmekonzepten für Gebäude. Mittel- bis langfristig will das Unternehmen seinen Kunden unter anderem innovative Produkte wie emissionsarme und emissionsfreie Energiealternativen für den Wärmemarkt und den Mobilitätssektor anbieten.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021