Die Corona-Krise spitzt sich weiter zu. Das werde auch Auswirkungen auf den Gartenbau in NRW haben, wie der Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen mitteilte.
Mehr als ein Drittel aller in Deutschland produzierten Blumen und Pflanzen kommen aus Nordrhein-Westfalen. „Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung der Betriebe wie Kurzarbeitergeld, Stundung der Sozialversicherungsbeiträge sowie Kredite sind im ersten Schritt richtige Entscheidungen und dringend notwendig“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau in NRW.
In Nordrhein-Westfalen, dem größten deutschen Gartenbauland, sind für die nächsten Wochen Beet- und Balkonpflanzen für das Frühjahr produziert worden. Die Pflanzen können nicht wie andere Produkte gelagert werden, sondern finden jetzt den Kunden oder müssen eben entsorgt werden. „Hier geht es bei den meisten Gartenbaubetrieben um die Existenz, denn sie müssen in den nächsten acht Wochen das gesamte Jahreseinkommen erwirtschaften“, so Kähler-Theuerkauf.
Engpässe bei Saisonarbeitskräften
Schon jetzt zeichnen sich Engpässe bei der Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften ab, erklärt der Verband. Es steht nicht nur die Beet- und Balkonpflanzensaison an, sondern auch die Spargel- und Erdbeerernte. Hier könnten keine Erntemaschinen eingesetzt werden, sondern es müsste alles per Hand vom Feld geholt werden. Hier fordert der Landesverband Gartenbau NRW flexible Arbeitsmöglichkeiten für Saisonkräfte und Aufhebung von Arbeitsverboten.
Verkauf weiter ermöglichen
In einer so nie dagewesenen Krise wie jetzt, in denen die Menschen zu Hause bleiben müssen, seien Blumen und Pflanzen ein nicht zu unterschätzendes Element. „Unter diesen Aspekten ist es meines Erachtens wichtig, einen Weg zu finden, wie, unter Beachtung von präventiven Vorsorgemaßnahmen, der Verkauf von Blumen und Pflanzen weiter ermöglicht werden kann“, so Kähler-Theuerkauf.
