Branchenübergreifend steht mittlerweile die gesamte Woche rund um Black Friday und Cyber Monday ganz im Zeichen von Rabatten, Gewinnspielen und besonderen Aktionen für die Konsumierenden. Wenngleich jeder Zweite viele Angebote an den Aktionstagen nicht für echte Schnäppchen hält, werden sie doch von der Mehrheit insbesondere in Zeiten von Inflation und Kaufzurückhaltung für gezielte Käufe genutzt. Dabei kaufen Konsumierende 2023 vor allem Produkte, die ihnen sonst zu teuer wären oder die sowieso als Anschaffung geplant waren, wie der neue Trend Check Handel des ECC KÖLN zeigt.
Das Ziel der Händler an den Aktionstagen ist klar: Umsatz generieren. Aber auch langfristigere Themen wie Reichweite, Kundenbindung und Marken- oder Produktbekanntheit steigern gewinnen in diesem Kontext zunehmend an Relevanz. Neben Rabatten für das eigentliche Produkt können Anbieter beispielsweise mit speziellen Versand- und Lieferoptionen bei den Kunden punkten und durch reduzierte oder wegfallende Liefergebühren ein Kaufargument insbesondere für größere und sperrige Anschaffungen liefern. Die Ankündigung kurzfristiger Angebote über den Tag verteilt kann Konsument:innen (mehrmals) täglich in den Online-Shop, die App oder auf die Social-Media-Kanäle locken, um kein Schnäppchen zu verpassen. Idealerweise nehmen die Konsument:innen auf diesem Weg nicht nur den Rabatt in Anspruch, sondern erhalten einen Einblick in das Sortiment und die Services des jeweiligen Händlers, der damit auch für künftige Käufe ins Relevant Set rückt.
Während der Black Friday klassisch im stationären Handel gestartet ist und dort auch die Käufe für die Weihnachtssaison eingeläutet hat, profitiert mittlerweile vor allem der Onlinehandel. Dort sind bereits die Informationssuche und der Preisvergleich für die Planungsphase einfacher, und auch ein Blick auf die Kanäle zeigt, dass Amazon dominiert und erneut am deutlichsten Nutzungsanteile gewinnen kann. Umso wichtiger ist es, dass auch er stationäre Handel die Relevanz der Rabatt-Tage erkennt und auf das Einkaufsverhalten und die Erwartungen der Konsumierenden eingeht. Neben Rabatten kann es sich für stationäre Händler lohnen, einen besonderen Erlebnisfaktor zu kreieren oder durch exzellente Services vor Ort zum Besuchermagneten zu werden.
Die Nähe der Aktionstage zur Weihnachtszeit ist geblieben und bietet ebenfalls vor allem im stationären Handel viel Potenzial für Erlebniswelten und Co. Zwar ist das Weihnachtsgeschäft auch 2023 insbesondere in Form der Preissteigerungen von äußeren Umständen betroffen, und einige Konsumierende planen, bestimmte Ausgaben in der Weihnachtszeit zu reduzieren, allerdings wird vor allem an Geschenken, Adventskalendern und Weihnachtsmarktbesuchen gespart. Nur ein Teil der Konsumierenden ist jedoch bereit, Abstriche bei der Wohlfühlatmosphäre und in puncto Energiekosten zu machen. Entsprechend können Händler, beispielsweise mit Weihnachts-Themenwelten, den Fokus auf Produkte setzen, die in diesem Kontext für Konsumierende interessant sind und vor allem den Erlebnisfaktor beim stationären Kauf durch Aktionsstände, einen eigenen Weihnachtsmarkt oder ähnliches steigern.
