Der Logistikdienstleister hat im Geschäftsjahr 2021 seinen Umsatz um 26 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro gesteigert. Im Vorjahr waren die Erlöse noch leicht rückläufig gewesen. 2022 investiert Dachser rund 200 Millionen Euro, unter anderem in ein voll automatisiertes Hochregallager in Memmingen.
„2021 war in vieler Hinsicht ein Ausnahmejahr; es gab extreme Herausforderungen zu bewältigen. Brexit, Pandemie und globale Lieferketten an der Belastungsgrenze prägten das Jahr und sorgten für große Verunsicherung bei unseren Kunden“, sagt Dachser-Chef Burkhard Eling. „Es ist uns gelungen, auch in dieser Lage zuverlässige Logistiklösungen zu bieten sowie Qualität und Service auf hohem Niveau zu halten. Damit konnten wir Kunden enger an uns binden und insbesondere das Geschäft mit Großkunden gezielt ausbauen. Das war eine außerordentliche Leistung, die unseren Teams angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen alles abverlangt hat.“
Für das Jahr 2022 rechnet Dachser mit einem volatilen und herausfordernden Marktgeschehen. Der Krieg in der Ukraine verursache extremes menschliches Leid, werde in der Wirtschaft weltweit tiefe Spuren hinterlassen. Weitere Herausforderungen aus Sicht des Managements: historisch hohe Energie- und Treibstoffkosten, die weitere Verschärfung des Fahrermangels und anhaltende Störungen in den Lieferketten. Eling: „Wir müssen uns auf ein weiteres Jahr einstellen, in dem Krisenmanagement, Flexibilität und Resilienz in Bezug auf die Supply Chains gefragt sind.“
Dennoch will Dachser weiter zukunftsgerichtet in Logistikanlagen, digitale Technologien und Equipment investieren. 2022 stehen rund 200 Millionen Euro bereit. Der Konzernchef: „Darunter fallen Leuchtturmprojekte wie unser voll automatisiertes Hochregallager in Memmingen für 52.000 Paletten, das im Oktober in Betrieb geht. Daneben investieren wir substanziell in Digitalisierung, Klimaschutzmaßnahmen und insbesondere unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn die Logistik ist und bleibt ein Geschäft, das von Menschen für Menschen gemacht wird.“
