Für das Geschäftsjahr 2022 meldet Dachser einen Umsatz von 8,1 Milliarden Euro (+14,9 Prozent) und damit zum zweiten Mal in Folge eine Steigerung im zweistelligen Bereich, so das vorläufige Ergebnis des Logistikdienstleisters.
„Wir sind dabei, in eine neue Liga vorzustoßen“, sagt Burkhard Eling, CEO von Dachser, im Rahmen der Jahrespressekonferenz in München. „Unsere Kunden schätzen die Resilienz, die wir in ihre Lieferketten bringen, und honorieren diese Leistung. Dachser wird heute immer mehr als der Partner für global vernetzte Lösungen und Berater für optimierte Lieferketten wahrgenommen.“
Ein hauptsächlicher Wachstumstreiber war zudem das hohe Preisniveau im Markt, ausgelöst durch störungsanfällige Lieferketten und knappe Kapazitäten. Die Sonderkonjunktur der Logistik ging ab September 2022 in eine deutliche Normalisierung des Geschäfts mit sinkenden Sendungszahlen und Raten, vor allem in der Luft- und Seefracht, über. Über das ganze Jahr transportierte Dachser 81,1 Millionen Sendungen (-2,9 Prozent) mit einem nahezu unveränderten Gewicht von 42,8 Millionen Tonnen.
Sehr positiv entwickelte sich das Geschäft mit der Kontraktlogistik, der intelligenten Verbindung von Lagerung, Mehrwertdienstleistung und Transport. 2022 hat Dachser seinen Kontraktlogistikkunden 2,7 Millionen Palettenstellplätze angeboten, 152.000 mehr als im Vorjahr. Aktuell ist Dachser auf fünf Kontinenten mit 163 Warehouse-Standorten präsent, 2023 sind 14 zusätzliche Anlagen geplant.
Für das Jahr 2023 kündigt Burkhard Eling deshalb an, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen, und nach den 196 Millionen im Jahr 2022 weitere 300 Millionen Euro im laufenden Jahr zu investieren. Ins neue Jahr gestartet ist Dachser bereits mit der Übernahme des niederländischen Lebensmittellogistikers Müller sowie der Luft- und Seefrachtspedition ACA International mit Sitz in Melbourne, Australien.
Der zurückhaltende Jahresstart mit vergleichsweise niedrigen Transportmengen ist für Dachser kein Grund zur Besorgnis. „Wir gehen davon aus, dass nach zwei Jahren außergewöhnlichen Umsatzwachstums, aber auch außergewöhnlicher Belastungen für die operativen Teams, 2023 jetzt wieder ein Stück Normalität in die Logistik und in unser Geschäft einkehrt“, sagt Eling in München.
