Garten, Deutsch, Durchschnitt
So könnte er aussehen: der deutsche Durchschnittsgarten. (Quelle: Gardena)

Grüne Fakten 2023-06-12T06:52:00.526Z Das macht den deutschen Durchschnittsgarten aus

Er ist 339 Quadratmeter groß, zwischen 3,57 Bäumen und 4,43 Kübelpflanzen wachsen Tomaten, Erdbeeren und Rosen: Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Gardena enthüllt den deutschen Durchschnittsgarten.

Die Deutschen lieben es klassisch: Rund die Hälfte der deutschen Gartenbesitzer (50,7 Prozent) beschreiben so den Stil ihres Gartens, 29,8 Prozent nennen ihren „naturbelassen“, andere Stile bleiben hierzulande Exoten. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Gardena zeichnet ein idyllisches Bild großer Einigkeit unter deutschen Gartenbesitzern, birgt aber auch einige handfeste Überraschungen.

Entspannung Erholung im Garten

Der Garten hat in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert und ist den Gärtnerinnen und Gärtener ganz schön was wert. Denn die Pflege des Gartens lassen sich die Deutschen einiges kosten: 43 Prozent gaben an, mehr als 100 Euro im Monat in ihren Garten zu investieren. 18 Prozent geben sogar mehr als 250 Euro im Monat für ihre grüne Oase aus. Und ist der Garten dann nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen angelegt, wird er vor allem zur Entspannung und Erholung (75,1 Prozent) genutzt. Immerhin 31,4 Prozent gaben an, sich aus ihrem Garten auch selbst zu versorgen. Für mehr als die Hälfte steht bei der Selbstversorgung der Spaß im Vordergrund. Weitere Gründe sind zu wissen, woher das Obst und Gemüse auf dem eigenen Teller kommt (28 Prozent) sowie die Angst vor (immer weiter) steigenden Lebensmittelkosten (15,6 Prozent).

Fläche braucht Zaun

Die Gärten der Befragten sind durchschnittlich 339,08 Quadratmeter groß. Mit einem Garten unter 200 Quadratmetern gehört man jedoch zur absoluten Mehrheit – in den allermeisten Fällen abgegrenzt durch einen Zaun oder eine Hecke. Besonders beliebt ist die Rasenfläche im eigenen Garten – die mit 95,6 Prozent ein Must-have für fast alle Befragten ist. Aber auch ein schönes Blumenbeet (88,7 Prozent) oder die Terrasse (87 Prozent) gehören zum deutschen Durchschnittsgarten.

Buddha-Figuren machen langsam den Gartenzwergen den Rang streitig

Sträucher, Kübelpflanzen und Bäume finden sich in den allermeisten Gärten. Bei den Deutschen Gartenbesitzern darf zudem der Grill (89,3 Prozent) im Garten nicht fehlen – noch beliebter sind nur die Sitzgelegenheiten (91,5 Prozent). Interessant: Buddha-Figuren (22,4 Prozent) schließen hierzulande langsam zu den traditionellen Gartenzwergen auf (31,3 Prozent). Ein anderer Klassiker bleibt unangefochten: In mehr als zwei Dritteln der Gärten (67,9 Prozent) findet sich ein Vogelhäuschen.

Rose ist liebste Zierpflanze

Die liebste Zierpflanze der Deutschen bleibt die Rose: In nahezu drei von vier Gärten (73,5 Prozent) findet sich mindestens eine, dicht gefolgt von Lavendel, Narzissen und Tulpen. Unter den Kräuter- und Gemüsepflanzen ist mit 68,5 Prozent besonders die Tomate beliebt, gefolgt von Petersilie und Basilikum. Rund die Hälfte der Hobby-Gärtner baut auch Gurken und grünen Salat an (50,4 bzw. 49,7 Prozent). Aber auch Erd- und Himbeeren finden in sehr vielen Gärten (61,1 und 48,2 Prozent) ein schönes Plätzchen. Häufigster Strauch ist der Buchsbaum, knapp vor Lebensbaum und Kirschlorbeer (46,9 vor 45,8 bzw. 41,6 Prozent). Zu den beliebtesten Obstbäumen dürfen sich Apfel mit 53,3 Prozent und Kirsche mit 40,1 Prozent zählen. Häufigster Gartenbaum ist mit 35,2 Prozent der Ahorn.

Gartenarbeit selbst gemacht

Die meisten Gartenbesitzer in Deutschland bearbeiten ihren Garten selbst, nur 7,7 Prozent delegieren das Gärtnern an Profis (5,6 Prozent) oder ungelernte Kräfte wie die Nachbarskinder (2,1 Prozent). Immerhin 65,5 Prozent der Hobby-Gärtner geben an, dass sie sich schon etwas im Garten auskennen. Wohingegen sich gerade einmal 8,1 Prozent als echte Profis bezeichnen würden, denen keiner so schnell etwas vormacht. Die häufigsten Arbeiten sind dabei Unkraut jäten (31,3 Prozent) und die Rasenpflege (30,8 Prozent). In den Monaten zwischen März und Oktober nimmt die Gartenarbeit dabei durchschnittlich 9,82 Stunden in der Woche in Anspruch. Und obwohl die Gartenarbeit oft ein großer Zeitfaktor ist und teilweise auch eher unliebsame Aufgaben beinhaltet, lassen sich aktuell gerade einmal 19,3 Prozent beim Rasenmähen von einem Mähroboter unterstützen. Und besonders die Gießarbeit ist noch echte Handarbeit – gerade einmal 11,7 Prozent bewässern ihren Garten automatisch mithilfe eines Bewässerungssystems. Klarer Spitzenreiter in Sachen Bewässerung sind der Gartenschlauch mit 73,3 Prozent und die Gießkanne mit 61,9 Prozent.

zuletzt editiert am 13. Juni 2023