Die Eurobaustoff hat Zahlen für das erste Quartal bekannt gegeben. Der zentralfakturierte Umsatz ist demnach im Vorjahresvergleich um 11,6 Prozent angestiegen. Die Geschäftsführung warnt jedoch vor den Folgen der Corona-Epidemie.
„Eurobaustoff hat in diesem Umfeld ein sehr gutes erstes Quartal abgeschlossen“, sagt Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Aufgrund der guten Witterungsbedingungen konnten wir unseren zentralfakturierten Umsatz zum Vorjahr nochmals um 11,6 Prozent steigern“. Absolute Zahlen teilte die Verbundgruppe nicht mit.
Au dem positiven Quartalsergebnis eine Prognose für das Gesamtjahr zu ziehen, sieht Kern als unrealistisch an. Baufachhandel und Baumärkte würden zwar noch von der weitgehenden Freiheit der Öffnungszeiten profitieren, aber es gebe vielerorts Beschränkungen beim Zutritt zu den Verkaufsflächen. Schwierig zu beurteilen sei auch, ob der Baufachhandel bereits zusätzliche Ware einlagert, um für die Zeit gewappnet zu sein, wenn die Produktionsbänder der Lieferanten stillstehen. Hinweise aus Lieferantenkreisen auf mögliche Lieferengpässe gebe es aber in der Zentrale nicht.
„Fahren seit fünf Wochen auf Sicht“
„Seit rund fünf Wochen fahren wir auf Sicht. Das heißt, soweit möglich agieren wir im Vorfeld auf sich abzeichnende neue Arbeits- und Geschäftsbedingungen und reagieren schnell mit Kurskorrekturen bei neuen Erlassen, Verordnungen und Gesetzen auf Länder- beziehungsweise Bundesebene“, so Kern.
Je strenger diese werden, desto stärker wirken sie sich auf den geschäftlichen Erfolg aus, wie die Kooperation betont. Das wurde in den letzten beiden März-Wochen bei der Tochtergesellschaft Eurobaustoff Österreich deutlich. Dazu deren Geschäftsführer Hartmut Möller: „Die Schließung der Baumärkte und der Rückgang im Baufachhandel haben sich im Einkaufsvolumen direkt bemerkbar gemacht, wodurch das Quartalsvolumen leicht unter Vorjahr rutschte.“
Kern sieht die Kooperation gut aufgestellt: „Die wirtschaftliche Stärke unserer Fachhändler in Kombination mit den neu aufgesetzten Hilfen der Bundes- und Landesregierungen und der Unterstützung durch die Zentrale werden uns hoffentlich glimpflich aus der Sars-CoV-2-Pandemie herauskommen lassen.“ Das Ergebnis lasse sich aber frühestens Ende des zweiten Quartals, wenn nicht sogar erst Ende des Jahres näher beziffern.
