Christoph Wenk Fischer bevh
Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer (Quelle: bevh)

Handel 2019-04-23T00:00:00Z Deutliches Umsatzplus im deutschen Onlinehandel

Die E-Commerce-Umsätze im ersten Quartal 2019 haben die Erwartungen übertroffen. Wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel mitteilte, legte der deutsche Onlinehandel zwischen Januar und März mit einem Plus von 11,2 Prozent im Vorjahresvergleich überraschend stark zu.

Die Kunden kauften im Onlinehandel zwischen Januar und März 2019 Waren für rund 16,24 Milliarden Euro (Vorjahr: 14,60 Milliarden Euro; alle Angaben inklusive Umsatzsteuer). Im ersten Quartal 2019 lag das Wachstum in der Kategorie Lebensmittel bei 20,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Onlineumsatz von 282 Millionen Euro (Vorjahr: 234 Millionen Euro). Somit gehörte die Warengruppe laut des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) zum Spitzenreiter.

Dicht gefolgt von der Warengruppe Haushaltswaren und Haushaltsgeräte, die im ersten Quartal 2019 um 18,3 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro (Vorjahr: 896 Millionen Euro) wuchs. Die Umsätze für Computer, Zubehör und Spiele kletterten online im ersten Quartal 2019 um 17,8 Prozent und beliefen sich auf 1,37 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,16 Milliarden Euro).

„2019 startete sehr erfreulich für den Onlinehandel. Das erste Quartal bildet zwar immer auch das hervorragende ‚nachlaufende‘ Weihnachtsgeschäft mit ab. Wir liegen aber für Januar bis März trotz aller wirtschaftlichen Unwägbarkeiten wie Brexit und mögliche konjunkturelle Eintrübungen schon am oberen Rand unserer Umsatzerwartungen für die Branche“, kommentiert bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

Im Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel) stieg der Onlineumsatz im ersten Quartal 2019 auf 1,86 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,69 Milliarden Euro) um 10,0 Prozent und im Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Lampen/Deko, Haus- /Heimtextilien, Haushaltswaren-/geräte) auf 2,54 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,22 Milliarden Euro). Dies ist das zweite Jahr in Folge ein wiederholtes Wachstum von 14,5 Prozent im ersten Quartal im Warengruppen-Cluster „Einrichtung“.

Versendertypen: Multichannel und Omnichannel weiterhin vorn

Im ersten Quartal zogen die Multichannel-Versender laut Verband weiter voran. Diese Kategorie wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 Prozent und erreichte einen Onlineumsatz von 5,91 Milliarden Euro (Vorjahr: 5.12 Milliarden Euro). Ein Wachstum von 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einen Umsatz von 7,64 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,91 Milliarden Euro) erwirtschafteten die Onlinemarktplätze.

Im gesamten „Interaktiven Handel“ (Online- und klassischer Versandhandel) kauften im ersten Quartal 2019 die deutschen Verbraucher Waren für 16,74 Milliarden Euro (Vorjahr: 15,34 Milliarden Euro). Daran hat der Onlinehandel einen Anteil von 97,0 Prozent und konnte seine Durchdringung um 1,8 Prozentpunkte zum Vorjahresquartal steigern, wie der Branchenverband mitteilte. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Hotelbuchungen und ähnliches verzeichnen einen Umsatz von 4,49 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,12 Milliarden Euro) und damit ein Umsatzplus von 6,6 Prozent.

Mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 65,1 Milliarden Euro ist der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce im Jahr 2018 weiterhin zweistellig gewachsen. Der reine E-Commerce-Umsatz steht somit für mehr als jeden achten Euro im Einzelhandel. Der E-Commerce-Umsatz dürfte 2019 die 70-Milliarden-Euro-Marke überspringen und knapp unter 72 Milliarden Euro brutto (+10,5 Prozent) erreichen. Für den Gesamtmarkt des „Interaktiven Handels“ rechnet der bevh mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf rund 73,95 Milliarden Euro brutto.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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