Ein Mann steht auf einer Leiter. Quelle: Pexels/Ksenia Chernaya
Die Deutschen verbringen wieder mehr Zeit außerhalb der eigenen vier Wände. Quelle: Pexels/Ksenia Chernaya

Handel

17. August 2021 | Teilen auf:

DIY-Boom flaut ab

Die Baumärkte in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2021 rund 10 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vorjahresvergleich sanken die Erlöse damit um 15 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) mit einer Stabilisierung der Geschäfte.

Lockdown im ersten Quartal, ungünstige Wetterbedingungen im Frühsommer, Materialengpässe und steigende Preise infolge der globalen Rohstoffkrise: Aus Sicht des deutschen Baumarkthandels war das Jahr 2021 bislang nicht unbedingt ein erfolgreiches. Unter dem Strich haben Obi, Bauhaus und Co. nach sechs Monaten rund 10 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einem Minus von 15 Prozent im Vorjahresvergleich (flächenbereinigt: -15,9 Prozent).      

„Auch wenn der Baumarkthandel sein Online-Geschäft mittlerweile solide ausgebaut und die Prozesse dazu in der Pandemie noch deutlich verbessert hat, konnte dies die Verluste durch die behördlichen Beschränkungen des stationären Einkaufs in unseren Märkten nicht ausgleichen“, sagt BHB-Vorstandssprecher Franz-Peter Tepaß. „Nach wie vor machen die Märkte mit ihren Fachabteilungen, dem riesigen direkt verfügbaren Warensortiment, der Beratung vor Ort und dem persönlichen Kontakt den Löwenanteil des Geschäftes aus, und dies wird auch künftig in weiten Teilen so bleiben“, so der Obi-Manager.

Für die zweite Jahreshälfte erwartet der BHB eine Stabilisierung der Geschäfte im DIY-Handel, verzichtet jedoch aufgrund der nach wie vor unsicheren Pandemie-Lage auf eine Prognose.  

In Österreich stiegen die Umsätze der Baumärkte im ersten Halbjahr um 8,3 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro, in der Schweiz um 17,9 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Schweizer Franken.