Während die Online-Umsätze mit Waren insgesamt im dritten Quartal 2023 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres nach den aktuellen Zahlen des BEVH branchenweit um 13,9 Prozent auf 17.05 Mrd. Euro sanken, verzeichnete die Warengruppe DIY und Blumen ein leichtes Minus um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal 2023 lag das Minus in diesem Warensegment noch bei 0,3 Prozent.
Laut BEVH schrumpfte der Onlinehandel in allen fünf Warenclustern: Die stärksten Rückgänge verzeichneten die Cluster Unterhaltung (- 18,9) und Bekleidung (- 17,5 Prozent). Deutlich gefallen sind auch die Umsätze mit Waren des täglichen Bedarfs (FMCG). Die Umsätze lagen hier 10,2 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Deutlich zweistellig waren etwa die Rückgänge bei Drogerieartikeln (- 15,7 Prozent) und Lebensmitteln (-13,2 Prozent). Das Cluster Freizeit, zu dem auch DIY und Blumen gehört, verzeichnete einen Rückgang von -8,2 Prozent. Mit Blick auf weitere Warengruppen konnten sich nur der Handel mit Tierbedarf (Tiernahrung und -zubehör) und Spielzeugen mit einem Plus von 4,7 Prozent bzw. zwei Prozent behaupten.
„Es gibt im Markt so gut wie keine Signale, die auf eine Verbesserung der Lage hinweisen“, resümiert der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Martin Groß-Albenhausen. „Nicht einmal mehr fünf Prozent der von uns befragten Personen geben an, in den kommenden 30 Tagen mehr online einkaufen zu wollen als zuvor.“ Mehr als jeder Vierte der Befragten (27 Prozent) will sich hingegen noch mehr einschränken. Unvermindert hoch ist hingegen die Zufriedenheit der Befragten mit dem Onlinehandel, und wie vor einem Jahr hat gut jeder Dritte Onlinekäufer innerhalb der letzten 7 Tage mehr als einmal gekauft. „Die weiterhin hohe Kundenzufriedenheit und Bestellfrequenz – wenngleich für geringere Summen – zeigen deutlich, dass die Umsatzrückgänge nicht auf Schwächen der Handelsform E-Commerce beruhen, sondern auf konjunkturellen Effekten“, so Groß-Albenhausen.
