Egger, Unterradlberg, Österreich, Investition
Das Egger Werk Unterradlberg wurde im Jahr 1970 gegründet, 2000 komplett erneuert. Nun wurde wieder eine Großinvestition im zweistelligen Millionenbereich getätigt. (Quelle: Egger Holzwerkstoffe)

Industrie

16. November 2022 | Teilen auf:

Egger investiert in Standort Unterradlberg

Der Hersteller für Holzwerkstoffe, Egger, investiert 25 Millionen Euro am niederösterreichischen Standort Unterradlberg in die Modernisierung der gesamten Spanplattenproduktion. Anfang November wurde das Werk neu in Betrieb genommen. Für das kommende Jahr ist zudem der Ausbau der nachhaltigen Energiegewinnung geplant.

Die Produktion von Spanplatten habeim Egger Werk im Oktober fünf Wochen lang still gestanden, um die geplanten Umbau- und Wartungsarbeiten der primären Anlagen zur Spanplattenproduktion effizient durchzuführen, heißt es in einer Mitteilung. Konkret wurden die Rohplattenpresse (ContiRoll der Firma Siempelkamp) sowie die Beleimung (Firma IMAL) samt dazugehöriger Steuerung erneuert. Mit der Investition in die neueste Anlagentechnik kommt Egger seinem hohen Qualitätsanspruch nach, wie Martin Wurzl, Werksleiter Technik und Produktion, erklärt: „Die Erneuerung der Anlagen war nötig, um unsere Plattenproduktion fit für die Zukunft zu machen.

Der Hersteller für Holzwerkstoffe reagiert mit weiteren Investitionen auch auf die momentane Energieversorgungssituation. Es sei geplant, einen Wärmetauscher zu installieren, der mittels Dampf aus dem bestehenden Biomassekessel betrieben wird, teilt das Familienunternehmen mit. Dieser neue Wärmetauscher werde künftig das Thermalöl erhitzen, das für den Betrieb der Rohplattenpresse und Beschichtungsanlagen benötigt wird – ein Prozess, der aktuell noch mittels eines Gaskessels vonstattengeht. Zurzeit laufen die Detailplanungen dazu, mit einem Teil der Einbindungsarbeiten wurde bereits begonnen. Ab der zweiten Hälfte 2023 wird ein nahezu erdgasfreier Betrieb des gesamten Standorts möglich sein, so die Angaben des Unternehmens.

Umweltfreundlich produziert wird bei Egger schon lange. Die Energieversorgung wird nach eigenen Angaben über ds eigene Biomassekraftwerk sichergestellt. "Dafür verwerten wir Holzstaub aus der eigenen Produktion, Holzabfälle, biogene Produktionsreststoffe aus der Sägeindustrie sowie Waldhackgut aus dem Forst, die nicht mehr stofflich eingesetzt werden können. Wir versorgen nicht nur unsere eigene Produktion, sondern auch umliegende Unternehmen mit Ökostrom und Wärme“, sagt Martin Wurzl. Der Standort deckt bereits heute über 90 Prozent seines gesamten Energiebedarfs mittels biogener Brennstoffe ab, teilt Egger mit.

zuletzt editiert am 16.11.2022