Egger Gruppenleitung
Die Egger-Chefs Walter Schiegl, Thomas Leissing und Ulrich Bühler (v. l.) (Quelle: Egger)

Industrie 2019-07-25T00:00:00Z Egger mit Geschäftsentwicklung 2018/2019 zufrieden

Der Umsatz des österreichischen Holzwerkstoffherstellers wuchs zwar, der Gewinn brache jedoch leicht ein. Ein Grund dafür war die Rekordinvestitionssumme von 489,1 Millionen Euro.

Von einem erfolgreichen, „wenn auch herausforderndem“ Geschäftsjahr 2018/2019 (bis 30. April 2019) berichtete die Egger-Gruppe im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz am 25. Juli am Stammsitz in St. Johann in Tirol. Die wesentlichen Kennzahlen entwickelten sich den Angaben zufolge stabil: Während der Umsatz der Gruppe im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent auf rund 2,84 Milliarden Euro anwuchs, sank das bereinigte Ebitda um 4,7 Prozent auf 425,0 Millionen Euro. Starken Einfluss auf dieses Ergebnis habe die Rekordinvestitionssumme von 489,1 Millionen Euro genommen. Eines der wichtigsten Projekte wurde kürzlich abgeschlossen: Ende Juni nahm das 19. Werk im polnischen Biskupiec den Betrieb auf.

 „Wir haben nicht all unsere hoch gesteckten Ziele erreicht, liegen aber plankonform mit der Umsetzung unserer strategischen Wachstumsschritte. Vor dem Hintergrund der massiven Investitionen und mit den damit verbundenen, teilweise nicht aktivierungsfähigen, Aufbau- und Anlaufkosten konnten wir gemeinsam mit unseren 9.600 Mitarbeitern eine sehr solide Entwicklung erreichen“, bilanziert Thomas Leissing, Sprecher der Gruppenleitung und verantwortlich für Finanzen, Verwaltung und Logistik. Die bereinigte Ebitda-Marge beträgt 15,0 Prozent und liegt damit im langjährigen Mittel. Die Eigenkapitalquote liegt auf dem weiterhin hohen Niveau von 36,8 Prozent (Vorjahr: 40,8 Prozent).

„Unser Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/2020 ist positiv“

Im nun laufenden Geschäftsjahr gelte es, die Ergebnispotenziale der getätigten Investitionen auszuschöpfen, so Leissing. „Obwohl in den letzten Monaten eine schwächere Konjunkturentwicklung in manchen unserer Märkte bemerkbar war, ist unser Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/2020 positiv. Wir werden mit unserer wettbewerbsfähigen industriellen Basis an unseren aktuellen Ergebnissen anschließen können. Darüber hinaus werden wir zum Jahreswechsel unsere neue Kollektion Dekorativ 2020–22 in den Markt einführen und mit ihr an den großen Erfolg der ersten Auflage dieser Kollektion anknüpfen.“

Auch für die Produktbereiche OSB und Schnittholz rechnet Egger mit einer positiven Nachfrageentwicklung. Laminatfußboden werde hingegen in Westeuropa weiterhin marktseitig unter Druck stehen. Durch die stabile Entwicklung im Kernbereich Möbel- und Innenausbau, das Wachstum in Russland sowie die Verlagerung von Mengen aus schwächeren Regionen hin zu alternativen Märkten erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019/2020 ein anhaltendes Umsatzwachstum und ein zumindest stabiles Ergebnis.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
Newsletter