Handzettel aus der Baumarktbranche Quelle: BaumarktManager
Im Baumarkthandel setzen viele Unternehmen auf Handzettel-Werbung. Quelle: BaumarktManager

Handel

26. August 2021 | Teilen auf:

EHI startet Szenario-Projekt zur Angebotskommunikation

Handelsunternehmen geben immer mehr Geld für digitale Marketingaktivitäten aus, während gedruckte Werbung kontinuierlich Budgetanteile verliert. Dennoch sind Prospekte laut EHI nach wie vor das effektivste Werbemedium der Marketeers. Die Forscher schauen nun genauer hin.

Den Schub, den digitale Medien durch die Corona-Krise erhalten haben, gebe Anlass zu schauen, wie sich diese Entwicklung fortsetzt, so das EHI. Gemeinsam mit Händlern, Dienstleistern für Angebotskommunikation und dem Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter soll deshalb ein Szenario-Projekt zur Zukunft der Angebotskommunikation aufgesetzt werden. 

EHI-Daten zeigen, dass besonders Teile der gedruckten Werbung Budgetanteile verlieren, während digitale Werbung Budgetanteile gewinnt. Je nach Branche gebe es allerdings erhebliche Unterschiede. Im Lebensmittelhandel ist demnach der gedruckte Prospekt mit einem Werbebudget-Anteil von gut 50 Prozent Leitmedium im Mediamix. 70 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen des LEH halten den Prospekt auch künftig für unverzichtbar, weil er effektiv sei, eine große Reichweite habe und ein umfangreiches Produktangebot auf einen Blick präsentieren könne. 

Im Durchschnitt aller Branchen kommt die printbasierte Handelswerbung auf einen Budgetanteil von rund 30 Prozent und liegt damit nahezu gleichauf mit den Budgets, die in digitale Maßnahmen fließen (34 Prozent). Dabei wird die printbasierte Handelswerbung im Wesentlichen von der Beilage getragen, das digitale Budget hingegen ist stark fragmentiert: die Bandbreite reicht von Search, Display, Video und Social Media über die eigene Website und App bis hin zu digitalen Prospektportalen. 

Welche Rolle und Bedeutung die analogen als auch digitalen Medien für die Angebotskommunikation in der Zukunft spielen, ist nach Einschätzung des EHI ungewiss. Im Szenario-Projekt sollen gemeinsam Zukunftsbilder entwickelt werden, die dem Handel Werkzeuge der strategischen Planung und Früherkennung an die Hand geben.