HR-Bereiche, Digitalisierung, Nutzung
Die Studie erfolgte im September und Oktober 2022 als Online-Befragung mit standardisierten Fragebögen. Befragt wurden HR-Verantwortliche des deutschen Einzelhandels. Insgesamt haben sich 37 Unternehmen beteiligt (Quelle: EHI)

Handel 2022-12-07T07:33:41.600Z EHI-Studie: Stand der Digitalisierung in den HR-Abteilungen

Die EHI-Studie "Digitalisierung der HR im Handel 2022" untersucht, wie stark die Digitalisierung bereits in den Personalabteilungen des Handels Einzug gehalten hat. In einigen Kernbereichen ist die Digitalisierung schon auf einem guten Niveau.

„Neben den Themen Personalbeschaffung und Personalbindung hat die Digitalisierung und Automatisierung von HR-Prozessen die größte Relevanz für Personalverantwortliche im Handel“, sagt Ulrike Witt, Leiterin Forschungsprojekt Personal beim EHI. In einigen Kernbereichen der HR-Abteilungen sei die Digitalisierung bereits auf einem guten Level. Insbesondere die Personalverwaltung (81 Prozent), Entlohnung (78 Prozent) und Personalbeschaffung (76 Prozent) sind in Bezug auf Digitalisierung weit fortgeschritten, indem sie Software-Lösungen nutzen. Andere Bereiche wie die Digitalisierung der Employee Experience (22 Prozent) stehen dagegen noch am Anfang ihrer Entwicklung, teilt das EHI mit.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (54 Prozent) hat Cloud-Lösungen im Einsatz. Sie werden besonders für die Bereiche Recruiting und Pesonalverwaltung genutzt. Auch für die Personaleinsatzplanung oder den Bereich Learning sowie Talentmanagement werden Cloud-Lösungen verwendet.

Daten bilden die Basis für Entscheidungen

Daten haben als Entscheidungsgrundlage eine hohe Relevanz. Diejenigen, die Daten systematisch und fortlaufend erheben, so die Studie, sammeln vor allem Kennzahlen zu Überstunden (91 Prozent), Recruiting (86 Prozent) und Gesundheitsbelangen (77 Prozent). Mit 55 Prozent erhebt nur gut die Hälfte Daten zur Leistung, noch weniger analysieren die Skills ihrer Mitarbeiter (27 Prozent) und nur neun Prozent erheben Daten zum Engagement ihrer Belegschaft.

Obwohl die Vorteile ermittelter Daten etwa für personalwirtschaftliche Entscheidungen oder zur Prozessoptimierung offensichtlich sind, werden sie nicht von allen systematisch, umfassend und fortlaufend erfasst, darauf weist die Studie hin. Hürden bei der Datenerhebung und -analyse sind demnach für die meisten Unternehmen heterogene IT-Systeme und Tools (78 Prozent) sowie datenschutzrechtliche Aspekte (57 Prozent) und die mangelnde Datenqualität (51 Prozent). Jeweils gut ein Drittel (35 Prozent) gibt als Hindernis für die Datenerhebung/-analyse auch Zeitmangel und einen Mangel an Kompetenzen an.

zuletzt editiert am 07. Dezember 2022
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