Einhell hat sich im ersten Halbjahr 2026 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld stabil entwickelt. Während die konjunkturelle Lage in vielen europäischen Märkten verhalten blieb und die Wetterbedingungen das Gartengeschäft belasteten, hielt der Konzern sein Ergebnis auf Vorjahresniveau und steigerte den Umsatz leicht. Zugleich gewann die Akkuplattform Power X-Change weiter an Bedeutung. Der Konzern bestätigt seine Prognose für das Geschäftsjahr.
Wie der Konzern mitteilt erhöhte sich die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr auf 636,2 Mio. Euro (Vorjahr 630,2 Mio. Euro), was in der Berichtswährung einem Plus von 0,9 Prozent entspricht. Währungsbereinigt beläuft sich die Umsatzsteigerung laut Konzernangaben auf 1,1 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und PPA-Effekten blieb mit 62,6 Mio. Euro unverändert. Inklusive PPA-Effekten stieg das Ergebnis vor Steuern von 61,8 Mio. Euro auf 62,0 Mio. Euro. Das EBIT erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 65,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Jahresende 2025 von 50,4 Prozent auf 56,6 Prozent.
Positiv habe sich insbesondere das Segment Westeuropa inklusive D/A/CH entwickelt, heißt es in der Mitteilung. Der Umsatz stieg dort von 370,0 Mio. Euro auf 388,5 Mio. Euro. Das Ergebnis erhöhte sich von 37,4 Mio. Euro auf 45,7 Mio. Euro. Deutliche Umsatzsteigerungen erzielte Einhell unter anderem in Spanien, dem Vereinigten Königreich und Italien, heißt es.
Power X-Change gewinnt weiter an Bedeutung
Die Akkuplattform Power X-Change bleibt laut Mitteilung der zentrale Treiber der Produktstrategie. Ihr Anteil am Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 auf 56 Prozent, nach 53 Prozent im Vorjahreszeitraum. In Österreich beträgt der Anteil bereits 85 Prozent. Bis Ende 2029 soll das Sortiment mehr als 500 Produkte umfassen. Mittelfristig strebt das Unternehmen einen Umsatzanteil von über 70 Prozent für Power X-Change an.
„Power X-Change ist inzwischen in vielen unserer Kernmärkte fest verankert und gewinnt mit jeder Erweiterung des Systems weiter an Relevanz“, sagt Andreas Kroiss, CEO der Einhell Germany AG. „Unser Ziel ist es, die Plattform konsequent auszubauen und den Kundinnen und Kunden für immer mehr Anwendungen in Haushalt, Werkstatt, Garten und Freizeit eine passende kabellose Lösung anzubieten.“
Strategie und Ausblick
Einhell erwartet für das zweite Halbjahr 2026 weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung. Trotz einer verhaltenen konjunkturellen Entwicklung in Europa sowie anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten rechnet der Konzern für das Gesamtjahr unverändert mit einem Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro und einer Rendite vor Steuern von rund 9,0 Prozent.
Der internationale Aufbau der Marke Einhell bleibt laut Unternehmensangaben zugleich ein vorrangiges strategisches Ziel. Das Vertriebsnetz soll in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden, unter anderem durch Unternehmensakquisitionen, Joint Ventures und Sales Hubs in Regionen mit hohem Wachstumspotenzial. Die in den letzten Jahren sehr erfolgreich etablierte Partnerschaft mit dem Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team wird auch im Jahr 2026 deutlich weiterentwickelt, heißt es.
