Karte
Der Einzelhandel konnte im letzten Jahr noch einmal zulegen. (Quelle: Pixabay/Michal Jarmoluk)

Handel

17. June 2022 | Teilen auf:

Einzelhandel in Europa legt deutlich zu

Nach einem Plus von 1,5 Prozent im ersten Corona-Jahr 2020 konnte der Umsatz im Einzelhandel der 27 EU-Staaten in 2021 nochmal deutlich zulegen, um 6,8 Prozent. Dies zeigt eine neue GfK-Studie zum Einzelhandel in Europa.

Demnach fiel das Wachstum insbesondere in den baltischen Staaten wie Litauen (plus 17 Prozent) und Estland (plus 13 Prozent) aber auch in Slowenien (plus 16 Prozent) besonders hoch aus. Auch größere Märkte wie Frankreich, Spanien und Italien verzeichneten allesamt Wachstumsraten im Einzelhandel von über 7 Prozent, so die neue Studie.

Die starke Umsatzentwicklung des Einzelhandels sei insbesondere auf den Nonfood-Bereich zurückzuführen, der im Großteil der Länder im Jahr 2021 zweistellig wuchs und in einzelnen Ländern wie Slowenien sogar bei mehr als 20 Prozent lag. Das starke Umsatzplus 2021 ist hier vor allem auf die schwachen Vorgaben aus 2020 zurückzuführen, als die Corona-Pandemie die europäischen Länder noch stärker im Griff hatte, die Verbraucher deutlich verunsicherter waren und der Nonfood-Handel einen teilweise zweistelligen Umsatzrückgang verkraften musste.

„Trotz der Corona-Pandemie und einem schwierigen Marktumfeld waren die vergangenen beiden Jahre für den Einzelhandel aus Umsatzperspektive insgesamt durchaus erfreulich“, erklärt Studienleiter Dr. Philipp Willroth. „Doch der innenstadtrelevante Einzelhandel, insbesondere Branchen wie Bekleidung, Schuhe oder Schmuck, leidet nach wie vor stark in vielen europäischen Ländern.“ So gewinne der Onlinehandel in wachstumsstarken Regionen in Europa immer größere Anteile hinzu. Daher sei es wichtig, im innerstädtischen Handel mittelfristig auch neue digitale Angebote zu testen, betont Studienleiter Willroth.

zuletzt editiert am 24.06.2022