Der Einzelhandel in Deutschland hat nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2024 real (preisbereinigt) 1,3 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) 2,7 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2023. Nachdem die reale Umsatzentwicklung im Einzelhandel im 1. Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig war (-0,4 %), verzeichneten die realen Umsätze im 2. Halbjahr einen Zuwachs von schätzungsweise 3,0 Prozent, so die Angaben des Bundesamtes.
In den vergangenen Jahren hat sich ein Teil des Weihnachtsgeschäfts durch Sonderaktionen in den Tagen rund um den „Black Friday“ oder den „Cyber Monday“, vor allem im Internet- und Versandhandel, zunehmend in den November vorverlagert. Im November 2024 setzten die Einzelhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen der Statistiker kalender- und saisonbereinigt real 2,5 Prozent und nominal 3,5 Prozent mehr um als im November 2023. Im Vormonatsvergleich sank laut Destatis der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im November 2024 gegenüber Oktober 2024 sowohl nominal als auch real um 0,6 Prozent.
Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stieg den Statistikern zufolge der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im November 2024 real um 2,3 Prozent und nominal um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bereits im September 2024 und Oktober 2024 hatte der reale Umsatz gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat einen deutlichen Anstieg erfahren (+7,8 % und +2,3 %), nachdem die Umsätze von Januar bis August 2024 real 0,7 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums gelegen hatten.
Im Vormonatsvergleich sank der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmittel im November 2024 gegenüber Oktober 2024 real um 1,8 Prozent und nominal um 1,7 Prozent. Diese Entwicklung wurde getragen vom Internet- und Versandhandel, der im November 2024 einen realen Umsatzanstieg von 9,7 Prozent zum November 2023 erzielte, jedoch gegenüber Oktober 2024 einen realen kalender- und saisonbereinigten Umsatzrückgang von 1,2 Prozent verzeichnete.
