Ein Mensch trägt Einkaufstüten.
Die Inflation macht dem Einzelhandel Sorgen. (Quelle: Pexels/Tim Douglas)

Branche

31. October 2022 | Teilen auf:

Einzelhandel zeigt sich besorgt über Inflationsdynamik

Im Einzelhandel berichten 11,6 Prozent der Unternehmen von einer existenzbedrohenden Situation. Das geht aus einer Umfrage des Ifo Instituts hervor. Insgesamt sehen sich 7,5 Prozent der Unternehmen gegenwärtig in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.

„Während der Corona-Hochphase lagen diese Zahlen deutlich höher, nämlich bei 21,8 Prozent. Angesichts der kräftigen konjunkturellen Abkühlung zeigen sich die Unternehmen sehr robust“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo Umfragen. Der Anteil hat sich im Vergleich zu der letzten Erhebung im April nur leicht erhöht, als es 7,1 Prozent waren. 

Besonders betroffen ist derzeit der Einzelhandel. „Die aktuelle Inflationsdynamik macht den Einzelhändlern große Sorgen“, so Wohlrabe.

Im Verarbeitenden Gewerbe sehen 7 Prozent ihre Existenz bedroht. „Die gestiegenen Energiepreise haben vor allem in energieintensiven Branchen zu einer leicht erhöhten Existenzangst geführt“, sagt Wohlrabe. „Die Auftragsbücher sind in der Industrie aber weiterhin gut gefüllt.“

Bei den Dienstleistern ist der Anteil von 9,3 auf 7,7 Prozent gesunken. Sorgenfrei sind dagegen die Unternehmen der IT-Branche oder der Wohnungswirtschaft.

zuletzt editiert am 31.10.2022