Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Jahr 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 0,7 Prozent und nominal Prozent 2,9 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr. Einige stationäre Händler (Kleidung, Schuhe) mussten starke Verluste hinnehmen.
Im Dezember 2021 sanken die Umsätze gegenüber dem Vormonat real um 5,5 Prozent und nominal um 4,9 Prozent. Ursache dafür ist nach Einschätzung der Statistiker „vermutlich“ die Einführung der 2G-Regel in vielen Geschäften und der Einfluss der Kalender- und Saisonbereinigung aufgrund der Weihnachtsfeiertage. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Einzelhandelsumsatz im Dezember 2021 real 0,7 Prozent höher. Gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2020, seinerzeit wurden in der Monatsmitte die Corona-Maßnahmen verschärft, blieb der Umsatz real gleich, nominal stieg er bedingt durch die starken Preissteigerungen um 3,3 Prozent.
Der Internet- und Versandhandel verzeichnete im Dezember 2021 sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahresmonat ein reales Umsatzminus von 5,7 Prozent. Die Umsätze liegen in dieser Branche aber mit +23,7 Prozent weiterhin deutlich über dem Niveau vom Februar 2020.
Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die realen Umsätze im Dezember 2021 kalender- und saisonbereinigt 7,7 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Umsätze im Dezember 2021 um 2,9 Prozent und 1,8 Prozent. Dies entspricht auch den Steigerungsraten gegenüber dem Vorkrisenmonat Februar 2020. Der Umsatz im Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf war real 5,4 Prozent niedriger als im November 2021 und 2,5 Prozent niedriger als im Februar 2020.
