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Für Industrieabnehmer war Erdgas im Juli 2022 194,7 Prozent teurer als vor einem Jahr. (Quelle: Pixabay)

Industrie 2022-10-13T06:12:30.402Z Energiekrise: Nur jedes dritte deutsche Unternehmen hat Notfallplan

Nur knapp jedes dritte deutsche Unternehmen hat einen Notfallplan, um die Energiekrise zu bewältigen. Das geht aus der neuen Randstad-Ifo-Personalleiterbefragung unter 700 Personalverantwortlichen hervor.

„Je kleiner das Unternehmen, desto seltener wurden Maßnahmen auf den Weg gebracht", sagt Ifo-Forscherin Johanna Garnitz. Bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden hätten 60 Prozent entsprechende Vorkehrungen getroffen. Bei Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden seien es nur noch 15 Prozent.

Je nach Wirtschaftszweig unterscheiden sich die Herangehensweisen. „Die Industrie ist von der aktuellen Energiepreiskrise am stärksten betroffen. Hier haben sich die Unternehmen mit 43 Prozent bisher am häufigsten auf einen möglichen Engpass vorbereitet. Bei den Dienstleistern sind es 25 Prozent. Im Handel beträgt der Wert lediglich 17 Prozent“, erläutert Johanna Garnitz.

In Zeiten des Fachkräftemangels würden Unternehmen den Abbau von Personal kaum in Betracht ziehen, so die Ifo-Forscherin. Vielmehr soll die Belegschaft Überstunden und Urlaub abbauen. Die am häufigsten genannte Energiesparmaßnahme sei allerdings die "Senkung der Gebäudetemperatur“, sagt Johanna Garnitz. Auch mehr Homeoffice zu gewähren, zieht die Mehrheit der befragten Unternehmen in Betracht und die Möglichkeit, Angestellte in Kurzarbeit zu schicken. Als eher unwahrscheinliche Maßnahmen gelten den Befragten zufolge die Einschränkung der eigenen Geschäftstätigkeit, teilt das Ifo-Institut mit.

zuletzt editiert am 14. Oktober 2022
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