Marktsättigung, Preissteigerungen und Ausgabenverschiebungen stellen die Handelslandschaft derzeit vor große Herausforderungen. Das spiegelt auch ein Blick auf aktuelle Umsatzzahlen aus verschiedenen Branchen wider.
Der Möbelmarkt, der einst als stabil galt, verzeichnete im Jahr 2023 ein Minus von 3,6 Prozent, wodurch das Umsatzvolumen auf 22,6 Milliarden Euro sank. Hinzu kommt, dass Möbelstücke heute durchschnittlich rund 20 Prozent mehr kosten als noch im Jahr 2020. Dieser Preisanstieg belastet die Verbraucher in ihren Kaufentscheidungen und ihrem Konsumverhalten und schlägt sich direkt in den Umsatzzahlen der Händlerinnen und Händler nieder.
Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Bereich der Haus- und Heimtextilien. Nach der Aufwärtsbewegung der Coronajahre hat der Homing-Trend ein Ende gefunden, und die Nachfrage nach Bettwaren, Dekostoffen und Co. ist 2023 zurückgegangen. Mit einem Markteinbruch von -4,5 Prozent ist der Umsatz auf 9,1 Milliarden Euro gesunken.
Und was heißt das für Unternehmen? In dieser Zeit der Unsicherheit und Veränderung ist es wichtiger denn je, flexibel und anpassungsfähig zu sein und aktiv zu werden, um die eigenen Umsätze anzukurbeln. Stellschrauben gibt es viele, zur unabdingbaren Basis sind die Themen Digitalisierung und Omnichannel geworden. Kunden erwarten heutzutage nahtlose Einkaufserlebnisse über verschiedene Kanäle hinweg. Und eine starke Online-Präsenz ist entscheidend, um in der heutigen digitalen Welt relevant zu bleiben. Digitale Services und neue Technologien können sowohl auf Anbieter- als auch auf Beschafferseite Prozesse vereinfachen und die Effizienz steigern.
Nicht alle Potenziale offenbaren sich im Verkaufsalltag. Deswegen lohnt es sich, auch aktiv nach diesen zu suchen und entsprechende Daten heranzuziehen. Ein Beispiel für den stationären Handel ist ein detaillierter Blick auf das Einzugsgebiet der eigenen Filiale, wie die folgenden fünf Aspekte verdeutlichen:
- Demografische Daten: Sammeln Sie Informationen über die demografischen Merkmale der Einwohner im Einzugsgebiet Ihrer Filiale. Dazu gehören Alter, Geschlecht, Einkommen, Familienstand und Bildungsniveau. Diese Daten helfen dabei, das Kaufverhalten und die Präferenzen der potenziellen Kund:innen besser zu verstehen.
- Wettbewerbliche Analyse: Untersuchen Sie die Wettbewerbssituation in Ihrem Einzugsgebiet. Wer sind Ihre direkten Konkurrenten? Welche Art von Produkten oder Dienstleistungen bieten sie an? Wie unterscheiden sich Ihre Angebote von denen der Konkurrenz? Diese Informationen sind essenziell, um Ihre Wettbewerbspositionierung zu bestimmen und Ihre Angebote entsprechend anzupassen.
- Kaufkraft und Marktpotenzial: Ermitteln Sie die Kaufkraft der Bevölkerung in Ihrem Einzugsgebiet. Dazu gehört die Analyse von Einkommensdaten, Lebenshaltungskosten und anderen wirtschaftlichen Indikatoren. Darüber hinaus ist es hilfreich, das Marktpotenzial für Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu schätzen, indem Sie die Größe des Marktes und die Nachfrage nach Ihren Angeboten bewerten.
- Standortanalyse: Bewertung des Standorts Ihrer Filiale in Bezug auf Zugänglichkeit, Sichtbarkeit, Verkehrsanbindung und Umgebung. Ein günstiger Standort beeinflusst das Potenzial Ihrer Filiale erheblich.
- Kundenfeedback und Verkaufsdaten: Kundenfeedback ist von unschätzbarem Wert, um das eigene Angebot zu verbessern, Kaufabbrüche nachzuvollziehen und Schwachstellen zu optimieren. Deshalb gilt es für Unternehmen, aktiv nach Meinungen ihrer Kundschaft zu suchen und daraus entsprechende Maßnahmen abzuleiten, sei es durch Google-Bewertungen, NPS-Texte oder Kundenbefragungen. Zudem hilft die Analyse von Verkaufsdaten, um Trends und Muster im Kaufverhalten zu identifizieren.
Welche Maßnahmen und Potenziale für Ihr Unternehmen relevant sind und in der Praxis umgesetzt werden können? Holen Sie sich Expertise ins Boot und bieten Sie der Krise die Stirn. Wir beraten Sie auf Basis unserer aktuellen Marktzahlen gerne!
