Euler Hermes bietet eigenen Angaben zufolge als einer der ersten Kreditversicherer Langzeitschutz gegen Schäden aus einer Insolvenzanfechtung an. Diese Anfechtungspolice leistet erstmals auch über das Kreditlimit hinaus. Ein Insolvenzverwalter kann nach Paragraph 133 der Insolvenzordnung bereits geleistete Zahlungen der letzten zehn Jahre anfechten und diese von den Lieferanten zurückzufordern, um sie in die Insolvenzmasse einfließen zu lassen. Damit soll die Benachteiligung einzelner Gläubiger verhindert werden. Durch diese Rückforderungen steigt das Risiko des Forderungsausfalls bei den betroffenen Lieferanten unter Umständen um ein Vielfaches an und überschreitet das Kreditlimit. Die Anfechtungsversicherung deckt genau diese Schäden ab, in fünf frei wählbaren Varianten: von einer Versicherungssumme von € 250.000 bis zu maximal € 2,5 Millionen.
„Der Lieferant wird bei einer Anfechtung vom Insolvenzverwalter für bis zu zehn Jahre rückwirkend zur Kasse gebeten“, sagte Ulrich Nöthel, Mitglied des Vorstands bei Euler Hermes. „Das kann für Unternehmen schnell zu hohen Verlusten oder im schlimmsten Fall zur Existenzbedrohung werden. Zwar sind alle unbezahlten Forderungen durch die Warenkreditversicherung gedeckt – bereits geleistete Zahlungen, die das Kreditlimit übersteigen, sind bisher aber nicht ausreichend geschützt. Mit unserer neuen Anfechtungsversicherung reagieren wir auf dieses speziell im deutschen Markt vorhandene Risiko und bieten entsprechenden Langzeitschutz.“
