Eurobaustoff, Geschäftsführung
Die Eurobaustoff-Geschäftsführung nach dem Pressegespräch auf der Bau 2023 (v. l.): Jörg Hoffmann, Dr. Eckard Kern (Vorsitzender), Hartmut Möller. (Quelle: RM Handelsmedien)

Handel 2023-04-19T13:36:59.749Z Eurobaustoff verzeichnet Minus von 10,7 Prozent in Q I/2023

Im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Bau in München skizziertze die Geschäftsführung der Eurobaustoff die schwierigen Rahmenbedingungen im Bauhauptgewerbe, die sich auch in den Zahlen der Kooperation für das erste Quartal 2023 widerspiegeln.

So verzeichnet die Eurobaustoff für das erste Quartal einen Rückgang des Einkaufsvolumens von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Insbesondere die spürbar nachlassende Investitionsbereitschaft wirkt sich neben den üblichen Witterungseinflüssen bereits in den ersten Monaten dieses Jahres aus", sagt Dr. Eckhard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff Geschäftsführung im Gespräch mit Pressevertretern auf der Bau in München. Hinzu komme, dass uns die Preiserhöhungen des vergangenen Jahres jetzt einholen, denn sie befinden sich auf einem sehr hohen Niveau. Es kommt "Unruhe in den Mark", so Kern und gleichzeitig blieben die Signale seitens der Politik aus, macht der Geschäftsführer der Kooperation keinen Hehl aus seiner Sorge um die derzeitige Situation. Wenn es so weitergeht, werde es schwierig. Aus der Sicht Kerns werden vor allem die Folgejahre 2024 und 2025 von den aktuellen Rahmenbedingungen betroffen sein, die nachhaltig negativen Effekte wirken sich jedoch noch nicht im laufenden Jahr aus, macht Kern deutlich.

Pressegespräch, Bau, Eurobaustoff, München
Am Stand der Eurobaustoff: Pressegespräch mit Journalisten. (Quelle: RM Handelsmedien)

"Hinzu kommt der hohe Lagerbestand an unverarbeiteten Baustoffen, die in Händlerlagern, bei Verarbeitern oder auf der Baustelle stehen" ergänzt Finanzvostand Jörg Hoffmann. Das belaste derzeit auch den Absatz bund damit den Umsatz. Insgesamt eine anspruchsvolle Gemengelage, die sich in unterscheidlicher Ausprägung in den einzelnen Warenbereichen ablesen lässt.

Einzelhandel schwächelt

Eine deutliche Kaufzurückhaltung der Privatkunden aufgrund anhaltender Verunsicherung zeige sich im Einzelhandel. Dies habe zu einem Minus von 10,3 Prozent geführt, sagt Hartmut Möller, Geschäftsführer Gesellschafterbetreuung, Einkauf und die Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz. Die enormen Herausforderungen im Markt haben sich im ersten Quartal auch in Östereich ausgewirkt und zu einem Minus von knapp 10,3 Prozent geführt. In der Schweiz hingegen sei es gelungen den zentral fakturierten Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 5,5 Prozent zzu steigern, so Möller.

Klare Signale aus der Politik

Eckhard Kern betont, wie wichtig in der augenblicklichen Lage "klare Signale aus der Politik" sind, um der Entwicklung etwas eingegenzusetzen. "Vor allem im bezahlbaren Segment besteht dringender Handlungsbedarf", so Kern. Doch auch im Sanierungsmarkt und speziell bei der energetischen Sanierung sei die Politik angesichts ihrer ambitionierten Klimaziele gefordert, "das Thema tatkräftig und überlegt anzugehen, damit es sich zum neuen Motor der Bauwirtschaft entwickeln kann", sagt Kern im Pressegespräch.

Positive Impulse auf der Bau

Es sei eine gute Entscheidung gewesen auf der Bau präsent zu sein, macht Eckhard Kern deutlich. Die Branche komme zusammen und führe viele gute Gespräche in schwierigen Zeiten. Dies könne für eine Aufbruchsstimmung sorgen, so Kern.

zuletzt editiert am 19. April 2023
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