Der Fachhandel profitiert vom beratungs- und serviceintensiven Geschäft der E-Bikes. (Quelle: RM Handelsmedien)

Handel

14. July 2022 | Teilen auf:

Fahrradmarkt: Stationärer Fachhandel gewinnt, Baumärkte & Co. verlieren

Der Fahrradmarkt in Deutschland ist auch in 2021 gewachsen, vor allem dank des Geschäfts mit E-Bikes. Dem stationären Fachhandel gelingt es bisher die Online-Konkurrenz auf Distanz zu halten. So das Ergebnis des neuen „Branchenfokus Fahrräder“ des IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung.

Zwar wird sich der Markt auch bei Fahrrädern in den kommenden Jahren mehr gen online entwickeln, so die Progose des aktuellen Branchenfokus. Doch das beratungs- und serviceintensive Geschäft der Zweirad-Branche – insbesondere auch aufgrund der kostenintensiven E-Bikes - komme dem meist kleinbetrieblichen stationären Fachhandel zugute. Der Marktanteil von Baumärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten liegt im einstelligen Prozentbereich. Ein Blick auf die Umsatzzahl von 2021 bestätigt die Dominanz des Fachhandels, inkl. Fachmärkte: 6,5 Milliarden Euro machen 85 Prozent des Branchenumsatzes aus. Insgesamt konnte der deutsche Fahrradmarkt laut IFH die hohe Wachstumsrate des ersten Pandemiejahres (+40,9 Prozent) nicht halten, dennoch stiegen die Umsätze um weitere 8,4 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro.

"Demographie, E-Mobilität, Dienstrad-Lösungen, Gesundheit, gesteigertes Freizeitbewusstsein, Urlaub in heimischen Gefilden usw. Nur Lieferengpässe können die Verkaufszahlen bremsen,“ ordnet Florian Schöps, Senior Consultant bei der BBE Handelsberatung, die Daten ein. Allen voran ist der E-Bike-Trend ein klarer Wachstumstreiber. So erhöhte sich der durchschnittliche Verkaufspreis eines Fahrrads 2021 auf 1.627 Euro. Zum Vergleich: 2019 lag der durchschnittliche Verkaufspreis bei 938 Euro. Der Umsatzanteil von E-Bikes beläuft sich inzwischen auf 72,5 Prozent.

Der Anteil von Baumärkten an der Distribution von Fahrrädern nimmt weiter ab. (Quelle: IFH Köln)
zuletzt editiert am 14.07.2022